RE:Bazigraban

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 177
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Bazigraban (Βαζιγράβαν), Zollstation (τελώνιον) in Obermedien an der grossen parthischen Heerstrasse, 3 Schoenen von Konkobar (s. d.) und 4 Schoenen von Adrapanan (s. Beltra) entfernt, Isid. Char. 6. Der Ort mag etwa bei dem heutigen Murādābād oder mit Tomaschek bei Maṭbah-i-Ḫosrau in der Nähe von Minderābād zu suchen sein. Der Name ist ursprünglich Appellativum: altpers. bāģi ,Steuer, Zoll‘ entspricht einem avest. bāzi, neupers. bāz, und altpers., avest. garb, skr. grabh bedeutet ,nehmen‘, also ,Steuereinnahme‘; vgl. Tomaschek S.-Ber. Akad. Wien CII 152.