RE:Bovianum 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 797–798
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Bovianum. 1) Bovianum vetus (Βουίανον Ptol. III in 1, 67), Hauptstadt der Caraceni in Samnium, jetzt Pietrabbondante bei Agnone. Den oskischen Namen hat die Inschrift bei Mommsen Unterital. Dialekte 171 = Zvetajeff Inscr. oscae 15 (Búvaianúd = Boviani); von der Blüte der Stadt in vorrömischer Zeit zeugen die bedeutenden Ruinen (namentlich eines Theaters) und die zahlreichen oskischen Inschriften (Zvetajeff nr. 15–22). Den Namen bringt Mommsen Unterital. Dialekte 173 mit der Sage vom Stier zusammen, der die Sabiner nach Samnium geführt habe, und vermutet, dass die Sabiner, als sie aus den Abruzzen herabstiegen, zuerst die rauhen Gegenden um Castel di Sangro und Agnone besetzt und dort als ihre erste Hauptstadt das alte B. gegründet hätten; von dort sei später nach Eroberung der schönen Ebene am Fusse des Monte Matese das jüngere B. gegründet. Vielleicht ist B. vetus gemeint Liv. X 12, wonach es 298 zugleich mit Aufidena von den Römern erobert wäre. Sonst wird B. nur erwähnt bei Plin. III 107, bei [798] Ptol a. a. O. und im Liber colonarium 231: B. oppidum; lege Iulia milites deduxerunt sine colonis (wertlose Zusätze in der rec. deterior 259. 260). Dass B. in der Kaiserzeit Colonie war, zeigen Plin. a. a. O. und die Magistrate (IIviri iure dicundo und aediles). Ihre Tribus war die Voltinia (Kubitschek Imp. Romanum tributim discriptum 57). Lateinische Inschriften aus B. CIL IX 2770–2794.

Nachträge und Berichtigungen

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Band S I (1903), Sp. 257
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S. 797f. zum Art. Bovianum:

1) Bovianum vetus. Münzfund aus Pietrabbondante (gegossene und geprägte Stücke, 5.-3. Jhdt. v. Chr.) Not. d. scavi 1900, 645-656 (Gabrici). Vgl. auch Nissen Ital. Landesk. II 791.