RE:Brucla

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band III,1 (1897), Sp. 899
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Brucla, (Tab. Peut.; Geogr. Rav. 188, 11 Brutia), Station der Marosstrasse bei Nagy-Enyed, einer der wichtigeren Orte des dakischen Golddistrictes. Die bei B. in Fel-Gyógy gefundene Ara CIL III 941 liess das colleg(ium) aurariarum, das vermutlich aus kleineren hier thätigen Pächtern bestand, offenbar durch seinen magister errichten (O. Hirschfeld S.-Ber. Akad. Wien 1874, 369. J. Jung Fasten der Provinz Dacien 160). Die in CIL III 942. 943 genannten M. Opellius Adiutor (duum)vir col. und P. Aelius Maximianus dec. col., von denen der erstere auch in Ampelum, dem Sitze der Bergbehörde, begütert war (CIL III 1323), sind ohne Zweifel Grosspächter aus Sarmizegetusa. Die Statthalter stifteten selbst in B. Altäre (CIL III 940, 158 n. Chr.) und erhielten hier Ehrensteine (CIL III 943, 161 n. Chr.). Der Ort bewahrte seine Bedeutung von Traian (CIL III 942. 1828, dazu Mommsen CIL III p. 178) bis auf Pius (CIL III 940. 943); ob er jemals Stadtrecht erhielt, ist unbekannt. In Maros-Decse bei B. wurde ein Mithrasrelief gefunden (Cumont Textes et monuments figurés relatifs aux mystères de Mithra, mon. fig. nr. 203). CIL III p. 178. 1014. 1386. W. Tomaschek Die alten Thraker II 2, 63.