RE:Helikon 3

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VIII,1 (1912), Sp. 7–8
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3) Helikon von Kyzikos, Mathematiker und Astronom aus der Schule des Eudoxos – sicherlich der in Kyzikos – und zugleich des Platon, aber auch, nach den Angaben des Ps.-platonischen Briefes XIII 360 B–D, eines Isokratesschülers und [8] des Brysonschülers Polyxenos. Nach dem genannten Briefe genoß er einen tadellosen Ruf in seiner Heimat und war mit den Gaben des Weltmannes bei ehrlichem Charakter und philosophischem Talent ausgestattet (die Stelle erwähnt bei Plut. mor. 463C. 533B). Die Erwähnung seiner Geldgier – gleich der des Platon und Eudoxos und anderer – bei Philostr. v. Apoll. I 35 bedeutet nichts; es ist wohl nur eine Verzerrung der Nachricht bei Plut. v. Dion. c. 19, wonach ihm die Vorhersage der Sonnenfinsternis vom 12. Mai 361 (vgl. o. Bd. VI S. 2356) nicht nur die Bewunderung des jungen Dionys, sondern auch ein Talent Silber eintrug. Nach dem Zeugnis des ps.-platonischen Briefes hatte ihn Platon dem Dionys (und Archytas) zur Unterstützung in ihren Studien gesandt. Er wird erwähnt im Zusammenhang mit der Lösung des delischen Problems der Würfelverdopplung (s. o. S. 1214ff.) bei Plut. mor. 579C. Boeckh Über die vierjährigen Sonnenkreise der Alten (Berl. 1863) 152ff. Zeller Phil. d. Gr. II 1⁴, 983.

[Boll.]