RE:Kyraniden

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
Band XII,1 (1924), Sp. 127134
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Kyraniden. Unter dem Titel K. sind uns aus dem Altertum mehrere Schriften überliefert, die nicht einmal in bezug auf den Inhalt gleich sind: etc. etc.

dieser Teil des Artikels von Ganschinietz († 1958) wird erst 2029 gemeinfrei

[134] Daß die Schreibung Κοιρανίς die richtige ist, hat bereits Serruys Rev. phil. XXXII 159 betont und Cumont ebd. XLII 104 aus den Worten der Einleitung gefolgert κοιρανίδες εἴρηνται διὰ τὸ τῶν ἄλλων βίβλων βασιλίδας εἶναι ταύτας. Auf ihre Entstehung wirft ein gewisses Licht die von Cumont Bull. Soc. des Antiqu. de France 1919 (Sitzung vom 2. Juli) aus Miklosich und Müller Acta et diplomata medii aevi I 503. 541 ans Licht gezogene Geschichte eines im J. 1371 in Konstantinopel spielenden Prozesses. Bei einem der Zauberei angeklagten Mönch hatte man ein von Demetrios Chloros kurz vorher geschriebenes Buch mit Zauberformeln gefunden, dessen einen Bestandteil die K. bildeten: wie hier verschiedene Quellen zur Zusammenstellung eines magischen Rezeptbuches benutzt waren, so war es auch in den K. selbst, so daß es kaum möglich sein wird, den reinen Text der Urschrift zu ermitteln. Hingewiesen sei noch auf Prokl. in remp. II 318, 22, wo von astrologischen σφαῖραι die Rede ist, ὧν μίαν τινὰ † Κυρατος (so die Hs. aus κρατος) ἐπιγραφομένην εὕρομεν: hier schrieb Schoell nach Κυράνου, kaum richtig.