RE:Numitorius 1

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band XVII,2 (1937), Sp. [1937 1404]–1405
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Numitorius, römischer Gentilname, zusammenhängend mit Numitor, dem Namen des Königs von Alba und Großvaters des Romulus (s. Numitor; derselbe Name von Sil. Ital. XIII 191ff. für einen Capuaner eigener Erfindung im J. 542 = 212 verwendet), und auch wohl mit Numiternus, einem alten Namen des Mars (Weihinschrift aus Atina: Marti sive Numiterno CIL X 5046 = Dess. 3149; s. W. F. Otto Rh. Mus. LXIV 450). Die römischen Numitorier sind Plebeier und eine der Familien, die unter diesen am frühesten erwähnt werden; sie sind dann aber ganz zurückgetreten. Ihr Name begegnet auf praenestinischen Grabsteinen (CIL I² 206f. = XIV 3177f., jünger I² 1455) und stadtrömischen Aschenurnen der Vigna S. Cesareo (ebd. I² 1121f. = VI 8317f.).

1) C. Numitorius. Vielleicht derselbe ist C. Numitori(us), Münzmeister zwischen 630 = 124 und 651 = 103 (Mommsen RMW 550f. nr. 156. Babelon Monn. de la rép. rom. II 261–263. Bahrfeldt Nachtr. u. Bericht. I 191. Grueber Coins of the roman rep. I 141f. CIL I² app. 153f.), Γάϊος Νεμετώριος Γαίου Λεμωνία unter den jüngeren Mitgliedern des Consiliums in dem um 650 = 104 anzusetzenden Senatsconsult über Adramyttion (Viereck Sermo [1405] Graecus 23 nr. XV 38f. vgl. Cichorius Untersuch. zu Lucilius 4) und Γάϊος Νεμετώριος, der als Anhänger Sullas Ende 667 = 87 von den Marianern ums Leben gebracht wurde (Appian. bell. civ. I 332. Numitorius Flor. II 9, 14; daraus Augustin. civ. dei III 27). Eine Inschrift über Bauarbeiten in dieser Zeit erwähnt in der Nähe des Palatins [aedif]icia C. Numitori (CIL I² 809, 13 = VI 37043, 13), die wohl diesem Manne oder Nr. 2 ihren Namen verdankten.