RE:Scribonius 9

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band II A,1 (1921), Sp. 861
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9) C. Scribonius Curio, der erste der drei berühmten Redner dieses Namens, die im Verhältnis von Vater und Sohn zueinander standen (Plin. n. h. VII 133. Schol. Bob. Clod. et Cur. 330 Or. = 85 Stangl). Er war Altersgenosse des C. Gracchus (Cic. Brut. 110) und scheint es bis zur Praetur gebracht zu haben (ebd. 124: ut eum mirer, cum et vita suppeditavisset et splendor ei non defuisset, consulem non fuisse); wohl nur daraufhin wird er vielfach als Praetor 633 = 121 bezeichnet. Da er selbst das consularische Alter erreichte, aber doch seinen Sohn in unmündigem Alter zurückließ (ebd. 213), wird er kaum fünfzig Jahre alt geworden sein. Von seinen Reden war die für Ser. Fulvius in einem Inzestprozesse die berühmteste, doch für einen geläuterten Geschmack später nicht mehr genießbar (Cic. Brut. 122. 124. Schol. Bob. a. O.; ein Fragment Cic. de inv. I 80 = Auct. ad Her. II 33, vgl. o. Bd. VII S. 248, 46ff.); sonst ist von seinen Leistungen nur im allgemeinen die Rede (Cic. de or. II 98; Brut. 124).