RE:Tullius 15

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Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Band VII A,1 (1939), Sp. [VII_A,1 803]–804
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15) M. Tullius, Schreiber (und Freigelassener) Ciceros, von dem ebenso nach dem Patron genannten und ebenso als Schreiber dienenden Tiro Nr. 52 nicht immer deutlich zu unterscheiden. Auf der Reise nach Kilikien holte er den Cicero 703 = 51 am 12. Mai in Benevent ein und überbrachte einen Brief von Atticus (Cic. ad Att. V 4, 1f.: scriba Tullius). Beim Abgang aus der Provinz im Sommer 704 = 50 nahm er in Ciceros Auftrag die Abrechnung mit dem Quaestor L. Mescinius Rufus vor (Cic. fam. V 20, 1 an diesen: M. Tullius scriba meus, 2. 4: scriba meus. 8. 9: Tullius); Anfang Januar 705 = 49 war er nicht bei Cicero vor Rom (ebd. 1), sondern auf dem Lande (9), was von dem noch in Patrai weilenden Tiro nicht gesagt werden könnte (danach wäre o. Bd. XV S. 1076f. zu berichtigen). Am 15. Febr. 705 = 49 schickte Cicero vom Formianum an Pompeius in Luceria einen zuverlässigen Mann von seinen Begleitern (ad Att. VIII 1, 2), den er in dem Briefe an Pompeius selbst M. Tullium meum necessarium nannte (ebd. 11 B, 4). Später erwähnt Cic. ad Att. XIII 22, 4 im Juli 709 = 45 Tullium scribam, und im Juli 710 = 44 spricht er ebd. XV 26, 4 de illo Tulliano capite und 29, 1 de Tulliano semisse, doch ist die Beziehung dieser zwei letzten Stellen auf die Schuld des Schreibers [804] (so Früchtl Geldgeschäfte bei Cic. [Diss. Erlangen 1912] 83) nicht die einzig mögliche (s. Nr. 46). Auch die Gleichsetzung dieses T. mit M. Tullius Laurea (Nr. 40) ist eine nicht zu beweisende Vermutung.