Sadokitisches Werk

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Titel: Sadokitisches Werk
Untertitel: auch: Damaskusschrift
aus: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel S. 920–941, S. 1323–1325
Herausgeber: Paul Rießler
Auflage:
Entstehungsdatum: 1. Jahrhundert v. Chr.
Erscheinungsdatum: 1928
Verlag: Dr. B. Filser
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Erscheinungsort: Augsburg
Übersetzer: Paul Rießler
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Quelle: ULB Düsseldorf und Commons
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[920]
49. Sadokitisches Werk


1. Kapitel: Der Überrest
1
Horcht jetzt ihr alle auf,

die ihr das Recht erkennt (Is 51, 7)

2
und Gottes Werk versteht! (Ps 28, 5)

Er hat ja einen Streit mit allem Fleisch (Jer 25, 31)
und will die richten,
die Ihn verachten (Num 14, 11)

3
Denn um der Sünde derer,

die Ihn verlassen,
versteckte Er vor Israel
und Seinem Heiligtum sein Angesicht (Ps 22, 24)
und liefert sie dem Schwerte aus. (Jer 21, 31)

4
Er aber dachte an den Bund der Ahnen (Lev 26, 45)

und ließ so einen Rest in Israel zurück (Is 1, 9)
und übergab sie nimmer der Vernichtung.

5
Nachdem Er in der Zeit des Zornes

in Nebukadnezars, des Babelkönigs, Hand
sie überliefert,
da suchte Er sie wieder heim,
390 Jahre später, (Ez 4, 5)
und ließ aus Israel und Aaron
die Wurzel einer Pflanze sprossen (Is 44, 4; 61, 11)
und sie Sein Land besitzen
und Seinen Boden besser machen.

6
Sie sahen ihre Sünde ein,

erkannten, daß sie schuldig waren;
sie waren Blinden gleich gewesen (Is 59, 10)
und waren zwanzig Jahre irrgegangen.

7
Es schaute aber Gott auf ihre Werke; (Ps 33, 15)

sie suchten ihn aus ganzem Herzen (Ps 119, 10)
und so erweckt Er ihnen einen Lehrer der Gerechtigkeit,
um auf dem Wege Seines Herzens sie zu leiten. (Os 10, 12) (Is 42, 16)

8
Den späteren Geschlechtern tat Er kund,

was Er der Schar der Abgefallenen getan,
die sich vom Weg entfernten. (Jer 9, 2)

9
Dies war die Zeit,

von der geschrieben steht:

[921]

„Wie eine Kuh, die störrisch ist,
so ist auch Israel, das unbelehrbare,“ (Os 4, 16)

10
als da der Spötter sich erhob,

der Israel mit Lügenworten übergoß
und sie in wegelose Öde führte (Ps 107, 40)
(und so den Stolz der Welt erniedrigte).

11
Sie sollten von den Pfaden der Gerechtigkeit weggehen;

auch sollten sie die Grenzmark ändern, (Dt 19, 14)
die ihre Ahnen einst in ihrem Erbteil aufgerichtet.

12
Sie sollten Seines Bundes Fluch sich zuziehen, (Dt 29, 21)

daß sie dem Schwerte ausgeliefert würden,
das Rache für das Bündnis nimmt (Lev 26, 25).

13
Sie suchen ja nur sanfte Sachen

und wählen trügerische Dinge (Is 30, 10)
und schauen nach gesetzeslosen Taten aus.

14
Sie wählen sich das Beste aus der Herde aus;

sie sprechen frei den Schuldigen,
verurteilen den Unschuldigen. (Spr 17, 15)

15
Sie übertreten ja den Bund,

verletzen das Gesetz
und gehen gegen fromme Seelen los (Ps 94, 21).

16
Und ihre Seele haßt all die, die aufrecht wandeln, (Ps 107, 18) (Am 5, 10)

und sie verfolgen diese mit dem Schwert
und freuen sich am Streite mit dem Volk.

17
Und so entbrannte Gottes Zornwut gegen ihre Schar, (Ex 4, 14)

so daß er ihre ganze Menge schwinden machte;
denn ihre Werke waren vor ihm unrein.


2. Kapitel: Gottes Wirken
1
Nun hört mir zu,

ihr alle, die ihr in den Bund getreten!
Ich will der Sünder Wege euch enthüllen. (1 Sam 20, 2)

2
Es liebt Gott Weisheit;

er hat den Rat vor sich gestellt;
die Klugheit und die Wissenschaft sind seine Diener.

3
Bei ihm ist Langmut (Ex 34, 6 Ps 130, 4)

und Fülle des Erbarmens,
um denen zu verzeihen,
die ihre Missetat bereuen. (Is 59, 20)

4
Doch Macht und Kraft und Feuerzorn ist auch in ihm

(die Engel der Vernichtung all)
für die, die von dem Wege irren
und das Gebot verabscheuen (Is 66, 15).

5
Da bleibt von ihnen niemand übrig;

kein einziger entkommt. (Ez 9, 14)

6
Denn Gott erwählte diese nicht seit Anbeginn der Welt;

doch ehe sie gebildet,
wußt er um ihre Werke.

[922]
7
Und er verabscheute seit alters ihr Geschlecht

und barg vor ihrem Land sein Angesicht,
bis sie verschwunden waren. (Dt 2, 15)

8
(Er kannte alle Jahre ihres Dienstes, (1 Chr 24, 7)

die Zahl und Reihenfolge ihrer Zeiten
für alle Dinge, die zu den Zeitaltern gehören und gehörten,
selbst die in ihren Zeiten noch erscheinen werden
durch alle Jahre der Ewigkeit.)

9
Und Er erweckte sich in allen diesen Zeiten Leute,

die seinen Namen trugen, (Is 45, 3f)
um einen Rest fürs Land sich aufzusparen (Ez 14, 22)
und dann mit ihrem Stamm der Erde Antlitz zu erfüllen (Is 27, 6).

10
Er läßt durch den, den er gesalbt,

sie seinen heiligen Geist erkennen;
er ist die Wahrheit,
und ihre Namen liegen in der rechten Deutung seines Namens.
Und Er vernichtet ihre Hasser.


3. Kapitel: Belehrung
1
Nun, Kinder, hört auf mich!

Ich möchte euch die Augen öffnen, daß ihr sehet
und Gottes Werk verstehet,
und daß ihr wählet, was er liebt,
verwerfet, was er haßt,

2
daß ihr vollkommen stets auf allen seinen Wegen wandelt,

nicht in Gedanken übler Einbildung umherschweifet
mit Augen voller Unzucht.

3
Denn mancher ward dadurch verführt

und Helden strauchelten seit alters bis auf diesen Tag.

4
Des Himmels Wächter selber sind (Is 13, 10)

in ihrer Herzenshärtigkeit gefallen;
sie ließen sich dadurch gefangen nehmen,
dieweil sie nicht die göttlichen Gebote achteten.

5
Auch ihre Kinder, groß wie Zedern (Am 2, 9)

und stark wie Berge, fielen.

6
Dadurch ging alles Fleisch zugrund,

das auf dem Festland war;
sie wurden so, als ob sie nie gewesen. (Obd 16)

7
Sie folgten ja nur ihrem Eigenwillen

und hielten ihres Schöpfers Vorschriften nicht ein,
bis daß er gegen sie in Zorn geriet.


4. Kapitel: Israel
1
Dadurch auch irrten Noes Söhne ab

samt ihren Angehörigen; (Gen 10, 32)
deswegen wurden sie vernichtet.

[923]
2
Doch Abraham ging nicht auf diesem Weg,

und so ward er als Freund erklärt, (Is 41, 8)
dieweil er Gottes Vorschriften befolgte
und nicht den Eigenwillen vorzog.

3
Er übergab sie auch dem Isaak und dem Jakob,

und sie befolgten sie
und wurden dann als Gottes Freunde aufgezeichnet,
als stete Bundesglieder.

4
Die Jakobssöhne aber wichen davon ab;

so wurden sie für ihren Irrtum auch gestraft.

5
Und ihre Kinder wandelten in dem Ägypterland

in Herzenshärtigkeit,
entschieden sich ganz gegen Gottes Vorschriften
und taten das, was ihnen nur gefiel. (Ps 17, 6)

6
Und sie genossen Blut.

Da schlug Er ihre Männer in der Wüste,
als er in Kades ihnen sagte: (Dt 9, 23)
„Geht hin und nehmt das Land euch in Besitz!“
Doch sie verstockten ihren Geist

7
und hörten nicht auf ihres Schöpfers Stimme,

auf ihres Lehrers Weisungen;
sie murrten vielmehr in den Zelten, (Ps 106, 25)
und so entflammte gegen ihre Schar sich Gottes Zorn (Ps 106, 40).

8
Und ihre Kinder gingen dadurch unter,

und dadurch wurden ihre Könige vernichtet
und ihre Helden starben dadurch aus
und dadurch ward ihr Land verwüstet. (Jer 12, 11)

9
Und dadurch wurden schuldig die,

die in den Bund als allererste eingetreten;
so wurden sie dem Schwerte ausgeliefert,
weil sie den Gottesbund verließen
und ihrem Eigensinne folgten,
indem ein jeder tat, was ihm gefiel.


5. Kapitel: Gottes Bund
1
Durch die jedoch, die fest an Gottes Vorschriften sich hielten,

und die noch übrigblieben,
hat Gott den Bund mit Israel für immer aufgerichtet.
Und er enthüllte ihnen ganz geheime Dinge,
worin sich Israel geirrt:

2
Es sind dies seine heiligen Sabbate

und seine rühmenswerten Festgezeiten
und seine so gerechten Zeugnisse
und seine wahren Wege
und auch die Wünsche seines Willens
(wer sie erfüllt, wird dadurch leben)
eröffnete er ihnen.

[924]
3
Sie gruben einen reichen Wasserquell;

wer ihn verschmäht,
darf nicht am Leben bleiben.

4
Sie aber wälzten sich in Menschensünden,

in unreiner Weiber Wegen;
sie sagten: „Das ist unsre Sache.“

5
Doch Gott verzieh erstaunlich ihre Sünden,

vergab die Missetaten ihnen. (2 Chr 30, 18)
Er baute gar für sie ein sicheres Haus in Israel, (2 Sam 2, 35)
(wie solches nie von alters her bis heut errichtet ward).

6
Die fest an Ihn sich halten,

sind für das ewige Leben,
und alle Menschenherrlichkeit ist ihnen eigen,
wie Gott es ihnen angekündigt
durch den Propheten Ezechiel:

7
„Die Priester und Leviten und die Sadoksöhne,

die ihren Dienst an seinem Heiligtum versahen
zu Zeiten, wo die Söhne Israels von ihnen abgefallen,
sie dürfen Fett und Beute mir darbringen.“ (Ez 44, 15)


6. Kapitel: Die Sadoksöhne
1
Die Priester sind die Büßer Israels;

sie zogen aus dem Lande Juda fort,
und die Leviten sind es, die sich ihnen anschlossen.

2
Die Sadoksöhne aber sind die Auserwählten Israels;

sie tragen diesen Namen,
sie, die am Schluss der Tage Dienste tun. (Dan 12, 13)

3
Dies ist die richtige Bedeutung ihrer Namen

in den Geschlechtern,
dies ihre Amtszeit,
die Zahl ihrer Abtötungen,
die Jahre ihrer Wanderungen,
die richtige Bedeutung ihrer Werke.

4
Sie sind des heiligen Gottes Diener;

sie beide geben dem Gerechten recht,
und sie verdammen auch den Frevler.

5
Und alle, die nach ihnen kommen,

sie müssen handeln nach dem wahren Sinne des Gesetzes,
worin die Ahnen unterrichtet worden waren,
bis zu dem Ende dieses Zeitenteiles.

6
Gemäß dem Bund, den Gott mit jenen Ahnen schloß

für die Vergebung ihrer Sünden,
wird Gott an ihnen Gnade üben.

7
Und an dem Ende dieses Zeitenteiles

verbindet man sich nicht mehr mit dem Hause Juda;
vielmehr hält jeder sich sein eigen Netz.

8
Der Wall wird abermals gebaut;

die Grenze schwindet. (Mich 7, 11)

[925]
9
Es wird in diesen Jahren Belial

wider Israel losgelassen,
wie Gott durch Amos’ Sohn, Isaias, den Propheten, sprach:
„Es kommen Grauen, Grube, Garn (Is 24, 17)
jetzt über dich, Einwohnerschaft des Landes.“

10
Dies sind des Belial drei Netze,

wovon schon Levi, Jakobs Sohn, gesprochen,
daß er dadurch die Israeliten fing
und sie zu Freveltat verführte.

11
Das erste ist die Unzucht,

das zweite ist der Reichtum,
das dritte ist Entheiligung des Tempels.

12
Und wer das eine meidet,

fällt in das andere;
wer dem entgeht, fällt in das dritte. (Is 24, 18)


7. Kapitel: Keuschheitsgesetze
1
Die Leute, die die Mauer bauen

und das Gesetz befolgen wollen, – (Ez 13, 10)
man spricht ja vom Gesetz so viel,
von dem Er sagt: Sie sprechen stets davon – (Mich 2, 6)
sie werden ja der Unzucht überführt,
weil sie in ihrem Leben sich zwei Weiber nehmen.

2
Und doch ist es der Schöpfung Grundsatz:

„Als Mann und Weib erschuf Er sie.“ (Gen 1, 27)

3
Und die, die in die Arche gingen (Gen 7, 9),

betraten nur zu zwei und zwei die Arche.“

4
Auch ist’s dem Fürsten vorgeschrieben:

„Er soll nicht viele Weiber nehmen.“ (Dt 17, 17)

5
Doch David las nicht im Gesetzbuch;

denn dieses lag versiegelt in der Lade.
Es ward in Israel nicht mehr geöffnet
seit Eleazars Tod und dem des Josue
und jener Greise, die Astarten dienten. (Ri 2, 13)

6
Es war versteckt und nicht entdeckt

bis zu des Sadok Ankunft.

7
Und Davids Taten werden jetzt verherrlicht,

mit Ausnahme des Uriasblutes;
Gott überließ sie ihm.

8
Und sie besudelten das Heiligtum;

sie übten nicht nach dem Gesetz Enthaltsamkeit;
sie mischten sich selbst mit Blutflüssigen (Lev 15, 19)

9
und nahmen sich zum Weibe Bruders- oder Schwestertochter.
10
Doch Moses sprach:

„Du sollst nicht deiner Mutter Schwester heiraten;
sie ist ja deiner Mutter nah verwandt!“ (Lev 18, 13)

[926]
11
Für Männer ist das Ehegesetz geschrieben;

doch gilt’s auch für die Frauen.
Es darf die Bruderstochter nicht den Vaterbruder heiraten;
er ist ihr nah verwandt.

12
Und sie befleckten ihren heiligen Geist;

sie öffneten den Mund zu gotteslästerlicher Rede
gegen die Gesetze des Gottesbundes;
sie sagten: „Sie sind nicht gültig“

13
und sprachen Lästerliches gegen sie.
14
Sie zünden alle Feuer an

und machen Fackeln brennen (Is 50, 11).

15
Und was sie weben, ist ein Spinngewebe (Is 49, 9)

und Natterneiern gleichen ihre Eier (Is 49, 4).

16
Wer ihnen nahe kommt, bleibt nicht mehr unschuldig;

wer sie für sich erwählt,
der wird für schuldig schon erklärt
(nur dann nicht, wenn er es gezwungen tat).

17
Vordem hat Gott ihre Werke heimgesucht,

und da entflammte sich sein Grimm ob ihrer Laster.

18
Es ist ein Volk, gar unverständig (Dt 32, 28)

und eine Nation, der Einsicht bar (Is 27, 11);
(denn sie verstehen nichts davon).

19
Es traten Moses auf und Aaron durch den Dienst des Lichtfürsten.

Doch Belial erweckte den Jochanne und den Bruder
in schlimmer Absicht, als die ersten Israel befreiten.


8. Kapitel: Der Brunnen des Gesetzes
1
Und als das Land in Trümmern lag,

da standen Leute auf, die Grenzen rückten
und Israel vom rechten Wege brachten.

2
Das Land ward öde,

weil gegen Gottes Vorschriften durch Moses
(und auch durch seinen heiligen Gesalbten)
sie Auflehnung gepredigt hatten (Dt 13, 6)
und Lügen prophezeiten,
um Israel von Gott abzubringen.

3
Doch es gedachte Gott des Bundes mit den Vätern;

so ließ er denn von Aaron an einsichtige und weise Männer
in Israel erscheinen.

4
Und er belehrte sie

und diese gruben Brunnen,

5
„den Brunnen, den die Fürsten gruben

und den des Volkes Edle bohrten (Num 21, 18)
auf des Gesetzgebers Befehl.“

6
Es ist der Brunnen das Gesetz,

und die ihn gruben, sind die Büßer Israels,
sie aus dem Lande Juda zogen

[927]

und sich im Land Damaskus niederließen,
sie alle, die Gott Fürsten nannte.

7
Sie suchten ihn,

und seine Ehre ward in ihrer keinem Mund verletzt.

8
Und der Gesetzgeber ist der,

der das Gesetz studiert,
wie schon Isaias sagt:
„Er bringt das Werkzeug für sein Werk“ (Is 54, 16).

9
Des Volkes Adlige sind die,

die kommen zu dem Brunnengraben
gemäß den Vorschriften, die der Gesetzgeber verordnete;
sie sollten sie befolgen
in jener ganzen Zeit des Frevels (Ez 21, 30).

10
Und ohne diese sollten sie nicht weiter gehen,

bis daß der Lehrer der Gerechtigkeit am Schluß der Tage kommt.

11
Und niemand, der im Bunde sich befindet,

darf je das Heiligtum betreten,
um den Altar dort anzuzünden;
sie sollen vielmehr seine Tore schließen,
wie Gott gesagt:
„O schlösse jemand unter euch die Türe zu, (Mal 1, 10)
damit ihr nicht umsonst auf meinem Altar Feuer machtet!“

12
Im Fall sie sich nicht Mühe geben,

nach des Gesetzes wahrem Sinn zu handeln,
solang die Zeit des Frevels dauert,
und sich nicht von den Kindern des Verderbens sondern,
nicht ferne stehn dem sündhaften, unheiligen Reichtum,
der von Gelübden, Flüchen und vom Tempelgelde stammt,

13
dagegen seines Volkes Arme plündern,

die Witfrauen berauben
und Waisen morden.

14
Man unterscheide zwischen Rein und Unrein

und zwischen Heilig und Profan! (Ez 22, 26, Lev 11, 47)

15
Man feiere den Sabbattag nach seinem wahren Sinn,

die Feste und den Fasttag nach den Anordnungen
der Leute, die im Land Damaskus in den neuen Bund getreten!

16
Man geb die heiligen Sachen nach der wahren Deutung!
17
Es liebe jeder seinen Bruder wie sich selbst,

und unterstütz die Armen, Dürftigen und Fremden (Ez 16, 49)
und suche Frieden, jeglicher mit seinem Bruder!

18
Und er enthalte sich nach dem Gesetz von Unzucht (Lev 19, 17)

und niemand mög an seinen Blutsverwandten eine Sünde tun!

19
Es tadle jeder seinen Bruder nur nach dem Gesetz

und trage keinen Groll von Tag zu Tag mit sich herum
und trenne sich von jeder Unreinheit nach den Geboten! (Lev 19, 17)

20
Und niemand mache seinen heiligen Geist damit abscheulich! (Lev 20, 25)

Es schied ja Gott das eine von dem andern.

[928]
21
Für alle, die darin vollkommen, heilig wandeln

nach allen den Geboten,
steht Gottes Bund gefestigt da, (Dt 7, 9, Ps 89, 28)
um ihn in Tausenden Geschlechtern zu bewahren.


9. Kapitel: Vorschriften
1
Wenn sie in Lagern wohnen,

wie’s Brauch im Lande ist,
dann sollen sie sich Weiber nehmen
und Kinder zeugen,
dabei nach dem Gesetze wandeln
und nach den Ordnungen,
die sich auf dem Gesetz aufbauen,
wie Er gesagt:
„Zwischen einem Mann und seinem Weib
und zwischen einem Vater und seinem Sohn“. (Num 30, 17)

2
Doch denen, die die Ordnungen und Satzungen verwerfen,

wird dann, wenn Gott das Land heimsucht,
vergolten werden wie den Sündern,
wenn einst das Wort des Amossohns, Isaias, des Propheten, eintrifft:

3
„Dann läßt Er über dich, dein Volk und deines Vaters Haus

noch Zeiten kommen,
wie sie noch nie gewesen,
seitdem sich Ephraim von Juda trennte“. (Is 7, 17)

4
Als sich in Israel die beiden Häuser trennten,

(von Juda trennte sich einst Ephraim),
da wurden alle Treulosen dem Schwerte überliefert;
doch die Getreuen flohen
ins Land des Nordens.

5
So wie Er sagt:

„Ich lasse Sikkut, euren König, in Gefangenschaft verschleppen
und Kijun, eure Bilder,
eures Gottes Stern, den ihr euch selbst gemacht,
noch über Damaskus hinaus“. (Am 5, 26)

6
Die Bücher des Gesetzes sind des Königs Zelt,

so wie Er sagt:
„Ich richte Davids Zelt, das eingestürzte, auf“. (Am 9, 11)

7
Es ist der König die Gemeinde,

die Bilder Kijun aber sind die Bücher der Propheten;
ihr Wort wird ja von Israel mißachtet.

8
Der Stern ist der, der das Gesetz erforscht

und nach Damaskus zog,
so, wie Er sagt: „Es geht ein Stern aus Jakob auf
und ein Komet aus Israel“. (Num 24, 17)

9
Der Fürst der ganzen Schar ist der Komet.
10
Und wenn er kommt,

„dann reißt er alle Söhne des Gelärmes nieder“. (Num 24, 17)

[929]
11
Und diese retten sich zur Zeit der ersten Heimsuchung;

doch die, die Untreue bewiesen,
sie sind dem Schwert verfallen.

12
So geht’s auch denen, die in seinen Bund getreten,

und die nicht treu dran halten;
sie werden zur Vernichtung durch den Belial heimgesucht.

13
Dies ist der Tag, wo Gott heimsucht,

so, wie er sagt:
„Die Fürsten Judas gleichen Grenzverrückern; (Hos 5, 10)
ich gieße über sie gleich Wasser meinem Zorn“.

14
Sie sind zu krank, um Heilung noch zu finden;

sie standen an der Spitze aller Abgefallenen.

15
Sie wandten sich nicht von dem Wege der Verräter;

sie wälzten sich dagegen in der Unzucht Wegen
und in dem sündigen Reichtum und in Rache.

16
Ein jeder grollte gegen seinen Bruder

und haßte seinen Nächsten (Lev 19, 17 f)

17
Sie sündigten ein jeglicher an seinen Blutsverwandten,

ergaben sich der Unkeuschheit

18
und taten groß mit Reichtum und mit unrechtem Gewinn,

und jeder tat, was ihm gefiel,
ein jeglicher nach seines Herzens Härtigkeit,
und trennten sich nicht von der Masse.

19
Sie waren zügellos mit hoch erhobener Hand

und wandelten auf Sünderpfaden,
von denen Gott gesagt:
„Ihr Wein ist Drachengeifer
und grausam Otterngift“. (Dt 32, 33)

20
Die Drachen sind die Könige der Heiden;

ihr Wandel ist der Wein;
es ist das Otterngift das Haupt der Könige von Javan,
das kommt, an ihnen Rache zu vollziehen.

21
Doch kommen nicht, trotz alledem, zur Einsicht

die die Mauer bauten (Ez 13, 10)
und sie mit ungemischten Mörtel übertünchten.

22
Denn einer, der den Geist verwirrt und Lüge predigte,

sprach auch zu ihnen, (Mich 2, 11)
so daß der Gotteszorn sich über seine ganze Schar ergießt.

23
Noch sagte Moses (Dt 9, 5):

„Du ziehst nicht hin
um deiner Frömmigkeit und Herzensreinheit willen,
um diese Völker zu erobern,
vielmehr nur, weil Er deine Ahnen liebte,
und weil er seinen Eidschwur hält“.

24
Dies gilt nun für die Büßer Israels,

die sich vom Weg der Masse abgewandt.

25
„In jener Liebe Gottes zu den Ahnen“,

die einst das Volk ermahnten, Ihm zu folgen,

[930]

erwies Er denen Liebe,
die hinter ihnen kamen;

26
denn diesen gilt der Bund der Väter.

Doch, weil er jene Mauerbauer haßte,
entbrannte auch sein Zorn.

27
So geht es allen, die die göttlichen Gebote nicht beachten,

von ihnen lassen
und sich in Herzenshärte wenden.

28
Dies ist das Wort, das Jeremias sprach

zum Sohne des Neria, Baruch,
das Elisäus sprach zu seinem Diener Giezi.
So geht es allen auch,
die in den neuen Bund im Lande von Damaskus eingetreten.

29
Sie werden nicht der Volksgemeinde beigezählt

und nicht in ihr Verzeichnis eingetragen,
seit dem der einzige Lehrer starb,
bis zu der Ankunft des Messias
aus Aaron und aus Israel.

30
Dies ist der Fall für alle die,

die in den Bund der heiligen vollkommenen Männer eingetreten.

31
Und ebenso für den, der einen Widerwillen hat,

die Vorschriften der Frommen zu befolgen,
(dies ist ein Mann, der in dem Feuerofen wird geprüft).
Wenn seine Taten offenkundig werden,
dann wird er aus dem Bunde ausgestoßen,
als hätt er nie den Schülern Gottes angehört.

32
Man nennt ihn, seiner Missetat entsprechend,

so lange einen Abgefallenen,
bis daß er wieder in dem Dienst
der heiligen vollkommenen Männer steht.

33
Wenn seine Taten offenkundig werden,

gemäß der Deutung des Gesetzes,
wonach die heiligen vollkommenen Männer wandeln,
dann soll ihn niemand unterstützen
mit Geld und Arbeit!
Denn all die Heiligen des Höchsten haben ihn verflucht.

34
Dies soll der Fall mit jedem sein,

der da das Erste und das Letzte ablehnt,
und der in seinem Herzen Götzen aufstellt
und in des Herzens Härte wandelt.

35
Sie haben an dem Hause des Gesetzes keinen Teil.
36
Und sie erleiden ein Gericht wie ihre Nachbarn,

die mit den Spöttern sich auch abwenden.

37
Sie sprachen Irrtümliches gegen die Gesetze der Gerechtigkeit

und wollten von dem Bunde und dem Glaubensunterpfand nichts wissen,
das in dem Lande von Damaskus aufgerichtet war,
und dieses ist der neue Bund.

[931]
38
Sie sollen keinen Anteil an dem Hause des Gesetzes haben

noch ihre Angehörigen.

39
Und seit dem Tage, wo der einzige Lehrer starb,

bis zu der Zeit, wo alle Krieger schwinden,
die mit dem Mann des Truges an die vierzig Jahre zogen,

40
und während dieser Zeit entbrennt der Gotteszorn gen Israel,

so, wie Er sagt:
„Kein König ist mehr da, kein Fürst“, (Os 3, 4)
kein Richter, keiner, der gerecht zurechtweist. (Is 11, 4)

41
Die aber über Sünden Reue hatten,

beobachteten den Bund des Herrn.

42
Sie sprachen zueinander, sich ermunternd:

„Laßt uns an Gottes Wegen festhalten!“ (Mal 3, 16)

43
Es merkte Gott auf ihre Worte;

da wurde ein Gedenkbuch vor ihm aufgeschlagen
für die, die voll von Gottesfurcht
auf seinen Namen hoffen,
bis daß durch die, die Gott verehrten (Mal 3, 16),
das Heil und die Gerechtigkeit zur Offenbarung kämen.

44
Kehrt nun zurück

und scheidet zwischen fromm und sündhaft
und zwischen dem, der Gottes Diener ist,
und dem, der’s nicht ist! (Mal 3, 18)

45
Er übt Barmherzigkeit an Tausenden

von solchen, die ihn lieben
und seine Satzungen befolgen,
ins tausendste Geschlecht. (Ex 20, 6 Dt 7, 9)

46
Es zogen die vom Hause Peleg aus der heiligen Stadt.
47
Sie hielten sich an Gott

durch jene Zeit, wo Israel gesündigt,
uns wo’s sein Heiligtum entweiht
und zu gemalten Bildern ging.

48
Das Volk mit wenig Worten

soll insgesamt gerichtet werden,
ein jeglicher nach seinem Geist
im Rat der Heiligkeit.

49
Und alle, die in des Gesetzes Grenze eine Lücke rissen,

bei denen, die da in den Bund getreten,
die werden,
wenn Gottes Herrlichkeit an Israel sich zeigt,
herausgerissen werden mitten aus dem Feld,
samt allen denen, die einst Juda schuldbar machten
in seiner Prüfung Tagen.

50
Doch alle, die recht fest an diese Ordnungen sich halten

und aus und ein nach dem Gesetze gehen
und auf des Lehrers Stimme hören
und es vor Gott bekennen:

[932]
51
„Wir sündigten samt unsern Vätern;

wir wandelten ja gegen unsre Bundesvorschriften;
gerecht ist dein Gericht an uns“,

52
und die nicht gegen seine Vorschriften die Hand erheben,

nicht gegen sein gerecht Gericht
und seiner Wahrheit Zeugnis,

53
und die schon durch das erste Gericht gebessert werden,

womit des Einzigen Nachkommen gezüchtigt werden,
und die ihr Ohr dem Wort des Lehrers der Gerechtigkeiten leihen
und nicht die frommen Satzungen verwerfen,
wenn sie sie hören,

54
die dürfen jauchzen und sich freuen;

ihr Herz darf jubeln,
und sie obsiegen über alle Kinder dieser Welt,
und Gott wird ihnen gnädig sein.
Sie sehen sein Heil;
sie hoffen ja auf seinen heiligen Namen.


10. Kapitel: Gebote
1
Ein jeglicher, der mit dem Banne einen Mann belegt,

nach Heidenart,
soll mit dem Tod bestraft werden!

2
Er hat gesagt (Lev 19, 18):

„Du darfst nicht Rache nehmen
noch gegen deine Volksgenossen Groll im Herzen hegen.“
Wer von den Mitgliedern des Bundes gegen seinen Nachbarn etwas vorbringt
und tadelte ihn nicht zuvor vor Zeugen
und bringt es voller Wut jetzt vor
oder meldet’s seinen Ältesten,
um ihn in schlechten Ruf zu bringen,
das ist ein Mensch,
der „Rache nimmt“ und „Groll bewahrt“. (Nah 1, 2)

3
Und doch steht nur geschrieben:

„An seinen Gegnern nimmt Er Rache,
und gegen seine Feinde trägt er Groll.“

4
Und wenn er Schweigen über ihn bewahrt

von einem Tag zum andern,
dann aber gegen ihn voll Wut
in todeswürdiger Weise spricht,
so zeugt er selber gegen sich,
weil er das göttliche Gebot nicht hält,
das zu ihm spricht:

5
„Weis deinen Nächsten nur zurecht

und lad nicht seinetwegen Schuld auf dich!“ (Lev 19, 17)

6
Und was den Eid betrifft,

wovon Er sagt:
„Du darfst nicht selbst dir helfen!“, (1 Sam 25, 26)

[933]

so hilft der Mann sich selbst,
der einen andern auf dem offenen Felde schwören lässt, (Lev 14, 7)
d. h. nicht in der Gegenwart von Richtern
oder nach ihrem Entscheid.

7
Wenn jemandem etwas abhanden kommt,

der Dieb bleibt aber unbekannt,
so soll der Eigentümer in dem Lager, (Dt 22, 1)
worin das Ding gestohlen wurde,
den Flucheid sprechen, (Num 5, 4)
und wer ihn hört und weiß davon und sagt es nicht,
der ist dann schuldig.

8
Gibt jemand etwas je zurück, (Num 5, 7 f)

für das kein Eigentümer mehr vorhanden ist,
so soll er es dem Priester eingestehen,
und gebe diesem es zurück,

9
dazu noch einen Sündenopferwidder,

der für den Priester ist!
Und alles, was verloren und gefunden wird
und keinen Herrn besitzt,
soll man den Priestern geben,
dieweil der Finder nicht das Rechtsverhältnis kennt.
Und findet sich kein Eigentümer vor,
dann sollen sie es an sich nehmen!

10
Wenn jemand irgendwie sich gegen das Gesetz verfehlt

und dieses sieht sein Nächster, ganz allein,
und ist’s ein todeswürdiges Verbrechen,
dann soll er es dem Zensor melden
in Gegenwart des Angeklagten,
indem er so der Rügepflicht genügt!
Der Zensor aber soll es eigenhändig niederschreiben!

11
Wenn er es abermals vor einem andern tut,

dann soll er’s wiederum dem Zensor melden!

12
Und wird er abermals in Gegenwart des anderen ertappt,

dann soll sein Urteil seine Ausführung erlangen!

13
Sind’s ihrer zwei

und sie bezeugen jeder etwas anderes,
dann soll der Mann nur von der Reinheit ausgeschlossen werden,
vorausgesetzt, daß sie vertrauenswürdig sind
und daß sie noch am gleichen Tag, wo sie den Mann gesehen haben,
beim Zensor ihre Anzeige machten.

14
Nach dem Gesetze sollen sie zwei Zeugen holen,

die ganz vertrauenswürdig sind,
ein einziger jedoch ist ungenügend, (Dt 19, 15)
um von der Reinheit auszuschließen.

15
Es soll kein Zeuge vor den Richtern auftreten,

daß man ein Todesurteil auf sein Wort hin fällt,
der noch nicht volljährig

[934]

und nicht zu den Gemusterten gehört, (Ex 30, 13)
zu Männern, die recht gottesfürchtig sind.

16
Als Zeuge gegen seinen Nächsten finde keiner Glauben,

der eines der Gebote mit erhobener Hand verletzte,
bis daß er sich durch Reue reinigte!


11. Kapitel: Richtervorschriften
1
Dies ist die Ordnung für die Richter der Gemeinde:
2
Sie sollen sich auf zehn belaufen,

aus der Gemeinde ausgewählt auf eine bestimmte Zeit;
vier aus dem Stamme Levi und von Aaron
und sechs aus Israel,
bewandert in dem Buche der Erklärung
und in den Bundessatzungen,
von fünfundzwanzig bis zu sechzig Jahren (Num 8, 24).

3
Doch niemand über sechzig Jahre

darf Richter der Gemeinde sein.

4
Denn durch der Menschen Sünden

ward ihre Lebenszeit verkürzt;
weil Gott den Erdbewohnern zürnte,
befahl er, daß die Einsicht ihnen schwinde,
bevor sie ihrer Tage Zahl erreicht.


12. Kapitel: Reinigung
1
Von Reinigung durch Wasser.

Man darf sich nicht in schmutzigem Gewässer waschen
und nicht in einem, das zu wenig ist für eines Mannes Bad.

2
Man darf sich auch nicht reinigen

mit Wasser aus Gefäßen.
Und ist in einem Felsenloch
für eine Waschung nicht genügend Wasser
und dies berührt ein Unreiner,
so ist sein Wasser unrein,
gleich wie das Wasser in Gefäßen.


13. Kapitel: Vom Sabbat
1
Vom Sabbate nach dem Gesetz.

Am sechsten Tage darf man nicht mehr arbeiten,
wenn noch der Sonnenball in seiner Fülle vor dem Tore steht;
denn das ist’s, was Er sagt:
„Gib acht, daß du den Sabbat heiligest!“ (Dt 5, 12)

2
Am Sabbat darf man nicht ein töricht müßig Wort verlieren.
3
Man darf nichts seinem Nächsten leihen. (Dt 15, 2)
4
Man darf nicht über Geld und sonstigen Gewinn sich streiten.
5
Man soll nicht von Geschäft und Arbeit reden,

um sie frühmorgens auszuführen.

6
Man darf nicht auf den Acker gehen,

um nachzusehen, was zu tun.

[935]
7
Man darf am Sabbat nicht aus seiner Stadt

mehr als an 1000 Ellen gehen.

8
Man darf am Sabbate nichts andres essen

als das, was schon zuvor bereitet ist
und was verdirbt.

9
Man darf sonst nirgends essen und nicht trinken,

als nur im Lager.

10
Wer auf der Reise ist und sich ins Bad begibt,

darf trinken, wo er steht;
doch darf er nichts in ein Gefäß einschöpfen.

11
Man sende keinen Fremden hin,

am Sabbat seine Arbeit zu verrichten!

12
Man trage keine unreinen Gewänder

oder mit Unrat beschmutzte,
bevor sie nicht gewaschen sind
oder mit Weihrauch abgerieben.

13
Man soll nicht nach Belieben an dem Sabbat fasten.
14
Man darf das Vieh nicht auf die Weide treiben

mehr als 2000 Ellen von der Stadt.

15
Man darf nicht seine Hand erheben,

um mit der Faust zu schlagen.

16
Ist jenes störrisch,

dann darf man’s nicht aus seinem Stalle treiben.
Man darf nichts aus dem Hause bringen
und nichts von draußen in das Haus
und ist’s im Eingang, darf man nichts heraus
und nichts hineintragen.

17
Man darf am Sabbat kein verschlossenes Gefäß eröffnen.
18
Man darf nicht Wohlgerüche an sich tragen,

geht man am Sabbat aus und ein.

19
Nicht darf man Felsen oder Erde

in seinem Wohnhaus ausheben.

20
Nicht darf der Wärter seinen Säugling tragen,

geht er am Sabbat aus und ein. (Num 11, 12)

21
Nicht darf man seinen Sklaven oder seine Sklavin

oder seinen Tagelöhner an dem Sabbate erbittern.

22
Nicht darf man an dem Sabbat seinem Vieh beim Werfen helfen.
23
Und fällt’s in einen Brunnen oder eine Grube,

dann darf man’s nicht am Sabbate herausziehen.

24
Man darf den Sabbat nicht bei Heiden zubringen.
25
Nicht darf man sich am Sabbate beflecken

durch Geld und anderen Gewinn.

26
Fällt jemand nun in eine Wassergrube

oder sonst in eine Grube,
dann darf er ihm nicht eine Leiter bringen
oder ein Seil oder sonst ein Geräte.

[936]
27
Nicht darf man an dem Sabbat etwas zum Altare bringen,

doch abgesehen vom Sabbatbrandopfer;
denn so steht es geschrieben: (Lev 23, 38)
„von euren Sabbattagen abgesehen.“


14. Kapitel: Vorschriften
1
Man darf nicht zum Altare schicken

ein Brand- oder ein Speiseopfer
oder Weihrauch oder Holz
durch jemand, der da unrein ist
durch Unreinheiten;
sonst würde man ihm ja gestatten,
den Altar zu beflecken;
denn also steht geschrieben:
„Der Sünder Opfer ist ein Greuel;
doch das Gebet der Frommen
ist wie ein wohlgefällig Opfer.“ (Spr 15, 8)

2
Und niemand, der ins Bethaus tritt, (Zach 14, 16)

darf es betreten, wenn er unrein ist
und ungewaschen. (2 Chr 23, 18 Lev 15, 10)

3
Bläst man in der Gemeinde die Posaunen,

so soll es vorher oder nachher sein,
damit sie nicht die heilige Handlung stören.

4
Es habe niemand Umgang in der Stadt des Heiligtums mit einem Weib,

damit sie nicht durch ihre Unreinheit entheiligt werde.

5
Wer von den Geistern Belials besessen ist (Dt 13, 6)

und Abfall predigt, (Lev 20, 27, Dt 18, 11)
der werde nach dem Gesetz für Totenbeschwörer und für Zauberer gerichtet!

6
Wer in die Irre geht,

indem er Sabbate und Festtage entweiht,
soll nicht den Tod erleiden;
vielmehr liegt es den Männern ob, ihn zu bewachen,
und sollte er davon geheilet werden,
so sollen sie ihn sieben Jahre lang beobachten;
dann darf er abermals in die Gemeinde kommen.

7
Nicht darf man seine Hand ausstrecken,

um wegen Geldes oder sonstigen Gewinnes
das Blut von Heiden zu vergießen.

8
Auch darf man nichts von ihrem Reichtum nehmen,

daß sie nicht lästern,
nur ausgenommen auf Beschluß des Rates Israels.

9
Man soll kein Vieh und kein Geflügel

durch Kauf den Heiden überlassen,
damit sie’s nicht zum Opfer bringen.

10
Von seiner Tenne, seiner Kelter soll man ihnen nichts verkaufen,

selbst nicht um all sein Hab und Gut.

[937]
11
Auch seinen Sklaven, seine Sklavin darf er nicht verkaufen,

die in den Abrahamsbund zugleich mit ihm getreten sind.

12
Man darf sich nicht durch irgendwelches Lebewesen

oder Kriechtier unrein machen, (Lev 11, 46)
indem man davon ißt,
oder von den Honigscheiben
oder von irgendeinem Tiere, das im Wasser lebt.

13
Auch darf man keine Fische essen,

wenn man sie nicht noch frisch zerlegt
und sie verbluten läßt.

14
Doch alle Heuschrecken nach ihrer Art

darf man ins Feuer und ins Wasser bringen,
solange sie noch leben;
denn dies ist ihre Schöpfungsart.

15
Und alles Holz und alle Steine, aller Lehm,

die durch der Menschen Unreinheit befleckt,
sind unrein, gleich wie jene.

16
Nach ihrer Unreinheit wird unrein auch,

wer sie berührt.
Und jedes Handwerkszeug, ein jeder Nagel,
ein jeder Haken in der Wand,
die in dem Hause eines Toten sind, (Num 31, 51)
sind unrein, gleich der Unreinheit der Handwerkszeuge.


15. Kapitel: Vorschriften
1
Die Ordnung der Besiedlung in den Städten Israels

geschah nach folgenden Gesetzen:
Man scheide zwischen Rein und Unrein (Lev 11, 47)
und mach den Unterschied von Heilig und Profan erkenntlich. (Lev 10, 10, Num 35, 24)

2
Es dienen diese Satzungen ja der Belehrung,

auf daß nach dem Gesetze allezeit
das ganze Volk drin wandle.

3
Und Israels Stamm soll auch nach dieser Ordnung leben,

damit sie nicht vom Fluch getroffen werden.

4
Dies ist die Ordnung für die Einwohner;

sie sollen danach handeln in der Zeit der Sünde,
bis der Messias kommt von Aaron und von Israel,
sie sollen eine Gemeinde von zehn Männern bilden,
nach Tausenden und Hunderten und Fünfzig bis zu zehn.

5
Und sind zehn Männer da,

so soll ein priesterlicher Mann zugegen sein,
der in dem Buche der Erfahrung wohl bewandert ist.
Sie alle sollen seinem Wort sich fügen. (Gen 41, 40)

6
Doch ist er nicht darin beschlagen,

wohl aber ein Levite,
so soll das Los entscheiden,
daß alle, die ins Lager kommen,
nach seinem Worte aus- und eingehen.

[938]
7
Und soll bei jemandem ein Entscheid

nach dem Gesetz des Aussatzes gegeben werden,
dann soll der Priester kommen und ins Lager treten.
Alsdann belehre ihn der Zensor über richtige Gesetzesdeutung!

8
Und fehlt’s bei ihm an Einsicht,

dann weis er ihn zurück!
Denn „ihre Sache ist das Gericht“.


16. Kapitel: Vorschriften
1
Und dies ist die Bestimmung für den Zensor in dem Lager:

Er soll die Leute über Gottes Werke unterrichten
und seine wunderbaren Machterweise sie verstehen machen
und ihnen die Ereignisse der Welt seit ihrer Schöpfung künden.

2
Er soll mit ihnen Nachsicht haben, wie ein Vater mit den Kindern,

und soll die Fehler ihnen nachsehen.

3
So, wie ein Hirt an seiner Herde tut, (Is 40, 11),

so soll er alle Knoten ihrer Fesseln lösen (Is 58, 6)
bei den Gedrückten und Zerschlagenen in seiner Gemeinde.

4
Und jeden, der in die Gemeinde treten will,

soll er auf seine Werke prüfen,
auf seine Einsicht, seine Kraft und seine Leistungsfähigkeit
und sein Vermögen.

5
Dann trag er ihn in ein Verzeichnis ein

nach seinem Platz im Lager!

6
Und niemand von den Mitgliedern des Lagers hat das Recht,

jemand in die Gemeinde einzuführen,
besitzt er nicht vom Lagerzensor die Erlaubnis.

7
Kein Angehöriger des Gottesbundes

darf mit den Kindern des Verderbens ein Geschäft betreiben,
wenn’s nicht von Hand zu Hand geschieht.

8
Man darf nichts kaufen, nichts verkaufen,

bevor man nicht dem Lagerzensor es gemeldet;
er soll’s im Lager tun....

9
Dies ist die Siedelung des Lagers.
10
Die andern alle sollen sich im Land nicht niederlassen;
11
sie sind ja nicht gekommen,

seit Ephraim von Juda sich getrennt. (Is 7, 17)

12
Für alle aber, die drin wandeln,

gewährt der Gottesbund,
daß er sie retten wird
aus allen Schlingen des Verderbens.


17. Kapitel: Vorschriften
1
Dies ist die Ordnung für die Siedelung in allen Lagern:
2
Sie alle sollen namentlich gemustert werden,

zuerst die Priester, alsdann die Leviten,
die Israeliten an der dritten Stelle,
am vierten Platz die Proselyten.

[939]
3
Auch ihre Namen sollen also eingetragen werden,

zuerst die Priester, alsdann die Leviten,
die Israeliten an der dritten Stelle,
an viertem Platz die Proselyten.

4
In dieser Ordnung sollen sie auch sitzen

und Fragen jeder Art erheben.

5
Der Priester, der die Leute zählt,

soll dreißig bis zu sechzig Jahre haben,
im Buch und allen Gesetzesordnungen bewandert sein,
um sie nach ihren Satzungen zu leiten.

6
Der Zensor, der dem ganzen Lager vorsteht,

soll dreißig bis zu fünfzig Jahre haben
und Meister aller menschlichen Geheimnisse
und jeder Sprache sein.

7
Auf sein Gebot hin komme jeglicher in die Gemeinde Eingetretene

nach seiner Reihe!

8
In jedem Rechtsstreite, den jemand führen muß,

bespreche er es mit dem Zensor,
bei jeglichem Prozesse oder jeder Rechtssache!


18. Kapitel: Vorschriften
1
Dies ist die Ordnung für die Menge,

sofern sie alles das, was sie bedarf, befriedigen will.

2
Die Regel ist das Lohnerträgnis zweier Tage jeden Monat.

Sie sollen’s in die Hand des Zensors legen
sowie in die des Richters.

3
Sie sollen so die Armen und Bedürftigen unterstützen, (Ex 16, 49)
4
die alten Leute und die Bettler und die fremden Kriegsgefangenen,
5
die Jungfrauen, die nichts besitzen,

und die, um die sich niemand kümmert. (Is 30, 17)

6
Dies ist die Auslegung für die Niederlassung.
7
Und dies ist die Erklärung jener Ordnungen....
8
Aus Aaron und aus Israel kommt der Messias.
9
Und er wird unsere Sünden uns vergeben...


19. Kapitel: Vorschriften
1
Man schwöre nicht bei Aleph Lamed

und nicht bei Aleph Daleth!

2
Man schwöre nur den Eid,

der in des Bundes Flüchen steht!

3
Doch das Gesetz des Moses darf man nicht erwähnen....
4
Wer schwört und dann den Eid verletzt,

entweiht den Namen.
Und schwört er mit des Bundes Flüchen,
dann führ man ihn den Priestern vor!

[940]
5
Bricht er den Eid,

dann gelte er für schuldig!
Gesteht er’s aber ein und leistet er Ersatz,
dann soll er nicht die Todesstrafe leiden.

6
Und wer in Israel in diesen Bund für immer tritt,

samt seinen Kindern, die nur Alters halber
nicht eidlich aufgenommene Bundesmitglieder sein können,
soll einen Eid in ihrem Namen schwören.

7
Und dies gilt für die ganze Zeit der Sünde

für jeden, der von seinem schlimmen Weg sich kehrt.

8
Am Tage, wo er mit dem Zensor spricht,

mög man ihn mit dem Eid des Bundes aufnehmen,
den Moses einst mit Israel schloß,

9
mit der Verpflichtung,

zu dem Gesetz des Moses wieder sich zu wenden
mit ganzem Herzen, ganzer Seele...

10
Man lehre ihn nicht früher die Gesetze,

als bis er vor dem Zensor stand,
der ihn erprobt und prüft.

11
Und wenn er ihm befiehlt,

zu dem Gesetz des Moses wieder sich zu wenden,
mit seinem ganzen Herzen, seiner ganzen Seele...

12
Und alles, was von dem Gesetz geoffenbart wird...,

der Zensor soll ihm dann gebieten... tötet ihn...

13
Der Bund mit euch und mit ganz Israel.
14
Deswegen soll man ihn verpflichten,

zu dem Gesetz des Moses wieder sich zu wenden;
denn alles ist genau darin erklärt.


20. Kapitel: Vorschriften
1
Und die genaue Deutung ihrer Zeiten

zum Zweck, dies alles Israel ins Gedächtnis einzuprägen,
ist ganz genau erklärt im Buch der Zeitperioden
nach ihren Jubeljahren, ihren Wochen.

2
Und an dem Tag, wo sich ein Mensch verpflichtet,

zu dem Gesetz des Moses wieder sich zu kehren,
da weicht der Engel Mastemas von ihm,
wofern er seine Worte aufrechterhält.

3
Deswegen wurde Abraham beschnitten

am Tage, wo er dies erfuhr.

4
Und was den Spruch der Schrift betrifft: (Dt 23, 24)

„Was deine Lippen sprechen, mußt du halten“
d. h. erfüllen, (Num 30, 3)

5
so darf man einen Eid,

womit man sich zu der Gesetzestreue verpflichtet,
beileibe nicht für ungültig erklären.

[941]
6
Und nimmt sich jemand vor,

zuwider dem Gesetz zu handeln,
so darf er dies beileib nicht halten.

7
Was eines Weibes Eid betrifft,

wovon einst Moses sagte,
er könne aufgehoben werden,
so darf der Mann nicht einen Eid für ungültig erklären,
sofern er ihn nicht kennt.

8
Er ist zu halten.

Zielt er dahin,
den Bund selbst zu verletzen oder zu übertreten,
dann soll er jenen Eid für ungültig erklären
und nicht erlauben.
Und so ist auch das Recht für ihren Vater.

9
Was das Gesetz für Opfergaben anbetrifft,

so soll man nichts für den Altar nur unter Zwang geloben.

10
Die Priester sollen nichts von den Israeliten nehmen.
11
Man soll die Nahrung nicht geloben;

so heißt es ja:
„Der eine legt dem andern Netze“... (Mich 7,2)


Erläuterungen

[1323]
49. Zum Sadokitischen Werk

Das von S. Schechter 1910 in Kairo entdeckte, in gutem Hebräisch abgefaßte Werk handelt von einer religiösen Gemeinde in Damaskus und ihren Regeln.[1324] Vielfach ist der Text ein Mosaik aus alttestamentlichen Stellen. Ein zweiter kleinerer Text unterscheidet sich vom ersten fast nur durch andere biblische Zitate. Inhaltlich ist das Ganze auffallend dürftig. In der Wertschätzung der Propheten und in der Betonung der Buße und göttlicher Barmherzigkeit zeigen sich essenische Züge. In wichtigen Stücken berührt sich das Werk mit dem „Buch des Lichtes“, das von einem karaitischen Gelehrten im 10. nachchristlichen Jahrhundert verfaßt wurde. Auffallend sind auch die Berührungen mit dem N. T. Ist das Buch alt, dann läßt sich seine Entstehung am besten in die Zeit von 18 v. Chr. verlegen.(S. Schechter, Fragments of a Zadokite Work 1910 Internet Archive. Revue Biblique N. S. IX 213 ff M. J. Lagrange, La secte juive de la nouvelle alliance au pays de Damas. R. H. Charles Apocr. and Pseudep II 785 ff. Beiträge z. Förderung christl. Theol. 27, 3. 1922. W. Stärk, Die jüdische Gemeinde des Neuen Bundes in Damaskus).

  • 1: 3 Der Tempel in Jerusalem wird als noch bestehend angenommen. 586–390 = 196 v. Chr. Ez 4, 5 gehen die 390 Tage (falsche Lesart) auf die Exilsdauer; LXX las richtig 190 Tage 6 Von 196–176 v. Chr. hellenisierende Hohepriester in Judäa. „Sie“ die Chasidim oder Frommen. 10 Herodes d. Gr. 37 v. Chr. bis 4 nach Chr. 11 „Grenzmark“, die Pharisäer nahmen am Gesetz und Kultus gewaltsame Änderungen vor.
  • 4: 6 Blut s. Henoch 7, 5 Jub 6, 9. 9 Am Sinai.
  • 5: 5 Das sichere Hans ist dem Verfasser das sadokitische Priestergeschlecht. 7 „Priester und Lev. und Sad.“; das „und“ fehlt in MT und LXX Ez 44, 15; dagegen steht es in Pesch u. Vulg.
  • 6: 1 Der Auszug nach Damaskus könnte um 171 v. Chr. stattgefunden haben. 11 „Reichtum“ essenischer Zug; sonst wird nur die Habsucht getadelt (Test. Levi 14, 6 Jub 23, 21).
  • 7: 1 Vermutlich gegen die Pharisäer und ihre Gesetzesauslegung gerichtet. „Zwei Weiber“ nicht direkt gegen Polygamie, sondern gegen Ehescheidung. 7 gegen Davids Lob 1 Kg 15, 5. 8 Dieser Vorwurf wird in Ps Sal 8, 13 gegen die Sadduzäer erhoben, hier gegen die Pharisäer; das Ganze ist recht unwahrscheinlich. 11 Ähnliche Ansichten werden sonst den Sadduzäern zugeschrieben. 12 „ihren hl. Geist“, sonst „Gottes Geist“. Pharisäische Kasuistik soll hier getadelt werden. 19 Der „Lichtfürst“ soll Uriel sein. Zwei ägypt. Zauberer Jannes und Jambres (2 Tim 3, 8 Ex 7, 11). „Die ersten“ Moses und Aaron.
  • 8: 1 Hellenistische Juden. 2 „öde“ durch die Syrer. Der heilige Gesalbte ist Aaron oder der Messias. 4 Der „Brunnen“ ist das Gesetz. 11 Praxis der Essener, die sich vom Tempel fernhielten.
  • 9: 1 Heute noch heißen in Persien die Judenviertel „Lager“. 5 Merkwürdige Exegese der Amosstelle. 8 Der „Stein“ bedeutet nicht, wie sonst, den Messias, sondern den religiösen Führer, der nach Damaskus gewanderten Büßer. 20 Javan = die Seleuciden und Ptolemäer. 21 „Mauer“ sonst der pharis. Zaun um das Gesetz. 35 Schule. 39 Herodes d. Gr.
  • 10: 10 Der Zensor erinnert an den Epimeletes der Essener und den Episkopos der Christen.
  • 11: 2 „Das Buch der Erklärung“ oder Hagu; soll dies rätselhafte Wort auf den Propheten Haggai zurückgehen?
  • 13: 3 am Sabbat. 10 In Jub 50, 8 das gleiche Verbot. 16 Jub 2, 29. 23 gegen Luk 14, 5. 24 Etwas Ähnliches bei den Samaritern und Karaiten. 26 gegen andere jüdische Vorschriften (Joma 84 b).
  • 14: 4 Vorwurf gegen die sadduzäischen Priester in Ps 8, 13. 13 gegen die rabbinische Meinung. 15 Dies stimmt mit der sadduzäischen Ansicht überein.
  • 15: 5 Buch Hagu. s. 11, 2.
  • 17: 5 Buch[1325] Hagu s. 11, 2; 15, 5.
  • 19: 1 Aleph Lamed = El „Gott“, Aleph Daleth = Adonaj = „Herr“
  • 20: 1 Das Jubiläenbuch 2 Mastema s. Jub 10, 8 u. ö.