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Liste.png Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus

c> 4r und endlich ein schwarzer feuerspeiender Mohr. ) Sie sagen ferner: daß der Satan die Gewalt habe aus der Luft diese und andere Körper zu bilden, erhellet aus den Sendschreiben zu den Ephe-sern c. 2. v. 2. wo er ein Fürst der Luft genennet wird. re. Und was saget zu diesen die Vernunft? Sie saget, daß diese Meinung i) aus dem ungegründet scheine, weil sie schon als erwiesen voraus setzet und annihmt, daß die gute und böse Geister aus eigeF ner i) vrrrise illuduvt tpecies, ntqrre ora kersrum kiet Sn’rm subito ku5 borriäus, ntrsc^ue, Fpumoiushue 6rnco, Kc ialvn eerviee lesenn, ncrem ürmmis soniturn clsbit: OmniL tr3nssorman8 sese in mirsculn rerumn I^nemque n borribilemc^ue serrrm.

Wer diese Erzählung des Poeten für keine Fabel hält, der kann selbe bey den P. Stoiber in ^rmsmentsrio Lcclvs. ?. II. toi. 207. als eine wahrhafte Geschichte lesen. Vor lauter Verwunderung über so viele abwechslende Gestalten können wir die Geschichte des P. Stoibers unmöglich laugnea, und ich glaube, daß wir sehr wohl thun.. Denn wir wurden ohnehin durch Läugnung derselben wenig Ehre bey denjenigen einlegen, welche in das Wunderbare sterblich verliebet sind. Nur wollen wir anmerken, daß dieses Gespenst schon von langer Zeit her sehr viel und verschiedenen tust sich müsse gesammelt haben, um ihre Rolle recht und gut zu spielen. Denn der bekannte Abt Trithrmius, der mit den Geistern in genauer Bekanntschaft lebte, versichert uns bei Wierus nle I’rseKigün kol. 70. daß die Gespenster und Geister nicht nach Belieben, sondern nur nach der Beschaffenheit der vorhandenen Lustmaterie sich einen Körper bilden können. Nur aus einer ihnen anständigen Lust können sie sich mit der Gestalte eines Menschen umkleiden, finden ste aber an der guten und anständigen Lust einen Mangel, so müssen sie sich mit widrigen Dünsten behelfen, aus welchen sie nur die Gestalte eines Thiers machen können. Da es aber öfters geschieht, daß sie halb gute halb widrige Lust und Dünste antreffen, so erscheinen sie als halb Mensch und halb Pferd, und wenn sie mit Geissüßen erscheinen, so zeiget dieß allzeit an, daß sie an dem anständigen Luft rin wenig Mangel gehabt haben. Das Gespenst des P. Cloibers muß aber mit

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Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus. , Augsburg 1768, Seite 41. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Abhandlung_des_Daseyns_der_Gespenster.djvu/041&oldid=2866443 (Version vom 1.8.2016)