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Liste.png Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus

n i6ch Gespm-t diesen drey Stücken nutzt die Meinung sehr diel, die di< ster läugnet. Der Schaden, den die gegenseitige kehre und Mei* uuug anrichtet, kann dieses beweisen. Die kehre von der Wirklichkeit der Gespenster verunzieret den Verstand. In den ersten Zähren wird schon der Grund zu dieser Verunzierung gelegetn : Man teshaus gekommen wäre, und da ungefähr den hochwürdiqen, hvchwohledelgebvhr-aen, gnädigen P. Prediger von der Kanzel mit diesen Worten gleich im Eingänge hätte poltern gehört: Es ist die Sache bei jetzigen mehr kritischals katholischen seiten soweit gekommen, daß man nur mit Stillschweigen und Hoffen sein Ziel und Ende erreichen muß; wenn man nicht mir der Wahrheit auch den Ruf eines ehrlichen Mannes verlieren will: nch ohne Zweifel aus die Gedanken würde verfallen seyn, Baierland sey lutherisch geworden, ja ich würde gar alle Hoffnung einer Besserung verlohren haben, weil man sogar die redlichen und Wahrheit liebenden Männer, die allejcit in einem Lande der kvstbareste Schatz sind, nicht mehr hören will ; wenn mich die wohledelgebohrne Beredsamkeit im dritten Theile der Predigt nicht einet bessern berichtet hätte. Was bedeutet aber dieser so wichtige Lärm? Wen geht es an? Die Feinde des Rreuzes Christi. . lind wer sind diese ? Oie neuen lreformntoren der Wissenschaften, die ihre Gelehrsamkeit meistens aus lutherischen Büchern entlehnet haben, p. ir. Holla l jetzt geht der Prediger einen Schritt zurück, p. 12. Er verläßt sich auf seine Füße, da die Zunge strauchelt. Nur eins kann er nicht verbeißen. Er ruft aus vollem Hakn se: IVer immer noch glaubet, daß die Worte des ewigen Wortes unbctrüglich sind. Sachte mein Hr. Prediger : so girbt es denn einige bei uns, die der Schrift nicht glauben ? Hier möchte ich gerne eine Probe, die aber so stark wäre, als unbesonnen und ehrenrührig ( um nicht was Mehrers zu sagen) ihr Satz ist. Verstündensiedarnnterdie neuen Geisterund Freidenker, so müßten sie mir nnvor Rechenschaft geben von ihren eigenen Begriffen über diese Sache. Sie wurden vieleicht eben so unrichtig zusammen hangen, als ihre ganze Predigt. Verstünden sie die Hcxentilger, so wurde ich . . 6 ihnen bei unsern Zeitra unter einer andern Brdmgnch nimmermehr verzeihen,

Empfohlene Zitierweise:

Andreas Ulrich Mayer, Gerard van Swieten: Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus. , Augsburg 1768, Seite 164. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Abhandlung_des_Daseyns_der_Gespenster.djvu/164&oldid=2866396 (Version vom 1.8.2016)