Seite:Beschreibung der Gegend, in welcher die gräfliche Residenz Castell liegt, der darin befindlichen Erd- und Steinarten, und anderer Producte.pdf/37

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verbessern lassen wird. An solchen Orten erkennt man erst recht, welche Wohlthat es ist, gutes, reines, süsses Wasser zu haben.

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Ich komme nun zu den Erdarten, in welchen der Gyps und Alabaster liegt und wächst. Man findet ihn häufig schon in der Damm-Erde fast zu Tage. Gräbt man tiefer, so kommt man auf eine Erdart, welche dunkelgrau aussieht und in ganzen Schichten, die sich aber leicht trennen lassen, liegt; man kann sie mit den Fingern in kleine Stückchen zerbröckeln, und an der Luft zerfallen die größten Stücke zu Mehl, welches aber, so wie die ganzen Stücke, die Eigenschaft hat, daß das Wasser, wie durch einen Seiher, durch dasselbe durchgeht und alsobald wieder trocken wird. Ja man findet Stücke, welche man für steinhart hält, und dennoch zerfallen sie in wenig Tagen, wenn sie an freyer Luft liegen. Ich halte diese Erde für eine unreife Kalchschieferart (calx schistosus), und glaube, daß daraus nach und nach der blaulicht graue Kalch entstehet, den ich oben beschrieben habe. Denn die harten Stücke, von denen ich vorhin Erwähnung that, hatten dieselbe Farbe und Bruch, wie der blaulichte Kalchstein. Hier zu Land