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Büchsen wieder in unseren Besitz bringen, ebenso unsere Pulverhörner.“

Ohne jedes weitere Wort entfernte der Komanche ein paar Steine aus der Barrikade, schlüpfte ins Freie und huschte in das nächste Gestrüpp hinein.

Gleich darauf schwamm er in langen Stößen halb mit der Strömung über den Pecos.

Der blonde Trapper hatte das Loch in der Steinschutzwand nicht wieder aufgefüllt. Er wollte jetzt in die Prärie hinab und zusehen, ob er nicht während des Aufbruchs der Apachen etwas zur Befreiung der Fallensteller oder zur Wiedererlangung der Schußwaffen tun könnte.

Zunächst horchte er eine Weile, ob auch nicht Chokariga von einem Wachtposten bemerkt worden sei.

Alles blieb still. Dann verließ auch er das Versteck und kroch langsam jenem in die Tiefe gehenden Ginstergestrüpp zu.

Er hatte noch nicht die Hälfte der Entfernung bis dorthin zurückgelegt, als vom Lager her ein fast tierisches Gebrüll erscholl, dem ein wahrhaft satanisches Hohngeschrei der Apachen folgte.

Diese Töne hatten in ihrem schroffen Gegensatz von wahnwitzigster Angst und höhnischer Freude über diese Äußerungen höchster Furcht etwas Grauenvolles an sich.

Felsenherz ahnte, daß das letzte Stündlein der beiden Fallensteller geschlagen habe.

Er hätte sie, wenn es irgend in seiner Macht gelegen haben würde, gerettet, freilich nur aus dem Grunde, um von ihnen zu erfahren, was der Zuni-Medizinmann ihnen über sein Geheimnis mitgeteilt hatte. Im übrigen hatte er kaum Mitleid mit diesen hinterlistigen Schurken. Sie verdienten es auch nicht.

Empfohlene Zitierweise:
William Käbler: Das Geheimnis des Zuni. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1922, Seite 28. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Geheimnis_des_Zuni.pdf/29&oldid=- (Version vom 31.7.2018)