Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/188

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

ist gewesen, und ist dieser Brief gevestent mit seinem und meinem Insiegel. 1318.“ Mit einem Miles Brant de Saunsheim prozessirte das Kloster in den Jahren 1341 und 42. Von einem Brandt von Kemmathen kaufte es in den Jahren 1311, 1331, 1394 Gefälle in Dambach und Fetschendorf (s. unten bei diesen Orten). Die in der besprochenen Urkunde von 1311 vorkommenden Namen Gailnau und Selteneck sind Namen von längst zerstörten Schlössern bei Rothenburg.

Den Namen Ellrichshausen führte ein Adelsgeschlecht, an welches man in Heilsbronn durch Bild und Schrift oft erinnert wird. An der Nordseite des östlichen Chors der Kirche bei Nr. 135 ist ein Gedenkstein eingemauert, welcher das Ellrichshausensche Wappen zeigt und die Umschrift: „Herr Heinrich der Ellerichshauser hat gestift ein ewiges Licht für St. Magdalena Altar.“ Der Altar ist längst abgetragen. In der Ritterkapelle hing vormals eine um 1600 genau abgebildete viereckige Todtentafel, oben mit dem Familienwappen: ein roth und weiß, diagonal gestreifter Schild, als Helmschmuck ein Bockskopf; unten die Inschrift: 1368 in conversione S. Pauli obiit dominus Cunradus de Ellerichausen. Gleichfalls in der Ritterkapelle hing eine nicht mehr vorhandene Gedenktafel mit der Inschrift: 1424 Jar do starb der erbar und vest Cunrat von Ellrichshaußen am Vigilien Donnerstag nach St. Georigentag, dem Gott gnädig wolle seyn. Ein in der nördlichen Wand der Ritterkapelle eingemauerter Leichenstein zeigt einen jugendlichen geharnischten Ritter mit der Schwanenordenskette und die Umschrift: 1482 am Mittwoch nach St. Sebastiantag starb der ehrbar und vest Junker Wilhelm von Ellerichshausen dem G. G. An den vier Ecken sind vier Wappen eingehauen, oben zur Rechten des Ritters das Ellrichshausensche, d. h. väterliche; oben zur Linken das Seckendorfische, d. h. mütterliche, nicht das seiner Frau, da er unverheirathet war. Die zwei Wappen unten zu seiner Rechten und Linken sind vielleicht die von Onkel und Tante. Seiner Beerdigung wird in der Rechnung des Kustos mit den Worten gedacht: De panno funerali (Leichentuch) Elrichshusen

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 186. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/188&oldid=- (Version vom 31.7.2018)