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8 talenta. Dabei bemerkt der Kustos, daß die Erben des Verstorbenen noch mit 5 Pfund Wachs im Werth von 6 Talenten und 7 dl. im Rückstand seien. Bei allen Beerdigungen erhielt das Kloster eine Vergütung für den Gebrauch des Bahrtuches und für die verwendeten Kerzen. Neben dem besprochenen Leichenstein ist nochmals das Familienwappen in Stein gehauen. Nach 1482 ist nicht mehr die Rede von der Bestattung einer Leiche aus dieser Familie. Im Todtenkalender heißt es beim 7. Nov. An. Friderici de Elrichshausen et uxoris et filii sui.


Die mit Heilsbronn befreundeten oder dort begrabenen Eibischen Familienglieder und ihre Grabdenkmale.[1]

Von keinem Adelsgeschlecht – das Abenberg Zollern’sche ausgenommen – wurden so viele Angehörige in der Kirche zu Heilsbronn bestattet, wie von dem Eibischen. Über die in der ersten Klosterzeit mit Heilsbronn befreundeten und daselbst begrabenen Herren von Eib kann nichts berichtet werden. An der ersten südöstlichen Säule des Kirchenschiffes bei Nr. 92 hing vormals eine Tafel (jetzt bei Nr. 35) mit der Inschrift: „Herr Ludwig von Eib, Ritter, Kaiser Karls Gemahl Hofmeister, hat die Flügel und Muschel und den Pfauenhals eigen zugebracht.“ Jahrzahl und andere nähere Data fehlen. Die oben beim 13. Abt Heinrich besprochene, vom Kaiser Ludwig dem Bayer i. J. 1317 dem Kloster zugefertigte Urkunde nennt unter denen, welche mit dem Kaiser im Gericht saßen, auch einen Ludwig von Eib. Dieser ist vermuthlich der auf der Tafel Genannte und derjenige Ludwig von Eib, von welchem berichtet wird, daß er auf der See glücklich gegen die Türken gekämpft und daß er zum Gedächtniß sich vom Kaiser die Gnade ausgebeten habe, in sein Wappen die obigen Insignien, insonderheit drei Seemuscheln, aufnehmen zu dürfen. Auf den Kaiser Ludwig folgte Karl IV. und bei einer der Gemahlinnen desselben fungirte, obiger Inschrift zufolge, Ludwig von Eib als Hofmeister. In


  1. Vgl. Stillfried S. 224–226.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 187. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/189&oldid=- (Version vom 1.8.2018)