Seite:Lieder und Balladenbuch-Strodtmann-1862.djvu/65

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20
 Horch! ein wehmuthfeuchtes Lied,

 Wonnig weich,
 Süß und sacht hinüberzieht
Zu der Turteltaube, die man träumen sieht
 Im Gezweig!

25
     Welch ein Strom von Tönen dringt

Reich und reicher durch das Schweigen, das die Nacht uns bringt!
 Wie Das schwingt!
 Wie Das singt
 Von der Zukunft! wie es klingt

30
 Vom Entzücken, das da schwingt

     All’ die Glocken, die uns locken
 Süßen Klangs
 Mit dem Bimbambim,
     Mit dem Bimbambimbam

35
 Bimbambim,

Mit den schönen Wundertönen ihres Sangs!


     Hört der Feuerglocken Hall,
 Eisenschall!
O wie schaurig und wie schrecklich schwillt der Töne Schwall!

40
 In das Ohr der bangen Nacht

 Braust der wilden Klänge Schlacht.
     Keine Musik mehr erschwellt,
     Rauh und widrig gellt – gellt