Spruner-Menke Handatlas 1880 Karte 64

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Autor: Theodor Menke, Karl Spruner von Merz u. A.
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Titel: Skandinavien bis zur Calmarischen Union 1397
Untertitel:
aus: Hand-Atlas für die Geschichte des Mittelalters und der neueren Zeit
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Auflage: 3. Auflage
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Erscheinungsdatum: 1880
Verlag: Justus Perthes
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Erscheinungsort: Gotha
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Skandinavien: No. II. Skandinavien bis zur Calmarischen Union. – Nebenkarten: 1. Umgegend von Nidaros. – 2. Suithiod und Gauthiod. – 3. Dänemark. Von Th. Menke.

Ueber die Anfänge der skandinavischen Geschichte vergl. die Erläuterungen zur Section „Europa“.

Dänemark hatte unter Waldemar dem Sieger am Anfange des XIII. Jahrhunderts sein bedeutendstes Landgebiet, indem dieser König 1205 bis 1219 einen Theil von Esthland eroberte, 1210 den Herzog von Pommern zinsbar machte und 1214 dieses Land nebst Slavien vom Kaiser Friedrich II. zu Lehen erhielt. 1219 aber wurde die Westküste von Schleswig, d. i. der grösste Theil von Westfolden oder Nordfriesland, von den Wellen verschlungen und 1223 von dem unbedeutenden Grafen von Schwerin dem kurzen Glanze ein Ende gemacht. Dieser, von Waldemar, seinem Lehnsherrn, bedrückt, nahm ihn nebst seinem Sohne auf der kleinen Insel Ly zwischen Alsen und Fyen gefangen, und Slavien, Pommern und Holstein gingen verloren. Von nun an begannen stete innere Kämpfe; 1325 kam auch Rügen als dänisches Lehen an Pommern; 1347 wurde Esthland dem Deutschen Orden verkauft.

In Schweden errang 1252 das mächtige Haus der Folkunger die Herrschaft.

Den Thron von Norwegen hatten seit Harald Harfagr’s Zeiten dessen Nachkommen im Besitz, bis 1319 das Geschlecht mit Hakon V. erlosch und die Krone auf den Schwiegersohn desselben, Magnus II. von Schweden, überging. Dessen Sohn Hakon, erster Gemal der Margaretha von Dänemark, erbte sie, und so kam Norwegen, nachdem Olav, Margaretha’s Sohn, 1387 gestorben war, unter Eine Krone mit Dänemark.

Im Jahre 1397 kam die Vereinigung der drei nordischen Reiche, die bekannte Calmarische Union, zu Stande.