Topographia Alsatiae: Pfaffenhofen

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Topographia Germaniae
Pfaffenhofen (heute: Pfaffenhoffen)
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Pfirdt
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643/44, S. 42.
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Pfaffenhofen /

An der Motter / oder Matra, im Undern Elsaß / zwischen Elsaß-Zabern / und Straßburg[1] / auff der Seiten gelegen / Hanauisch. Anno 1569. ward dieses Städtlein von den Hugenoten auß Franckreich / so Pfaltz-Graff Wolffgangen entgegen gezogen / ümb Quartier angesprochen: Weilen aber solches von besagtem Pflatzgraffen befreyet / haben die Bürger die Frantzosen nicht einlassen wollen; daher sie das Städtlein an etlichen Orten mit Gewalt erstiegen / etliche Bürger nidergemacht / und verwundet / und darauff die Plünderung vorgenommen. Anno 1633. bey außgehendem Maii / beschoß es der Graff von Salm etlich Tag vergebens / und zog wieder nach Hagenau. Im Augusto dieses Jahrs / hernach; ward solches Städtlein wieder / und zwar von den Lothringern / angegriffen; aber durch Pfaltz-Graff Christian glücklich entsetzt / der Lothringer 900. erschlagen / all ihr Plunder / Munition / und 5. Stück bekommen; der Schwedischen seyn bey 200. geblieben. Der General Major Vitzthumb / Und Obrister Ranzau / thaten da das beste. Aber nicht lang hernach hat das zu Hagenau / und Zabern / ligende Volck / dem Graffen von Hanau wieder grossen Schaden zugefüfft / etliche Ort sauber außgeplündert / auch das Städtlein Wört zum theil / das besagte Städtlein Pfaffenhofen aber / (darauß die Schwedischen sich zuvor nach Weissenburg begeben) gantz und gar in die Asche gelegt; wie Kemnitzius berichtet:


Pfaffenhofen /

Ein Dorff, nach Ruffach gehörig.


Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

  1. WS: Im Original Staßburg