Topographia Alsatiae: Reichshofen

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Topographia Germaniae
Reichshofen (heute: Reichshoffen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643/44, S. 44.
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Reichshofen / Reißhofen.

Im Undern-Elsaß / in der Gegend ümb Hagenau / gelegen. Hat vorhin zum Theil Chur-Pfaltz einmal gehört / hernach war es deren von Ochsenstein / so allda gewohnet / von denen es an Zweybrück / und endlich an Hanau kommen seyn solle. Ligt in der Herrschafft Liechtenberg; Munsterus sagt daß dieses Reichshofen / seiner Zeit / der Graffen von Bitsch / und vorhin deren von Ochsenstein / gewesen. Vielgedachter Hertzog Bernhard schreibet lib. 3. cap. 16. daß die Herren von Geroltzeck / und die Beyer und Boparten / etwas Gerechtigkeit an Reichshofen / von den Herren von Ochsenstein / geerbt hätten; sonsten aber solcher Ort an die Graffen von Zweybrücken kommen seye; und hätte letzlichen Graff Jacob dieses Städtlein / dem Stifft Straßburg / mit besonderen Conditionen, zu Mannlehen auffgetragen. Als hernach derselbe gestorben / habe sich der Bischoff von Straßburg selbigen Städtleins genähert; Darauß vielfältige Rechtfertigung / Eingriff / und Pfändungen / zwischen hochermelten Bischoff / und den Graffen zu Hanau entstanden seyen. Und soviel sagt dieser. Sonsten findet sich / daß dem Marg-Graffen Johann Georgen zu Brandenburg / gewesten Administratori deß hohen Stiffts Straßburg / ümbs Jahr 1602. allein noch das Hauß Dachstein / das Ambt Oberkirch / und dieses Städtlein Reichshofen (weilen in der eil etwas Besatzung an solche Ort gebracht) von dem Stifft gelassen worden. Siehe unden Schäffeltzheim. Anno 1633. ward dieses Städtlein / und Schloß Reishofen / von Herrn Pfaltz-Graff Christian / Birckenfeldischer Lini, im Junio, auff Gnad / und Ungnad / wieder erobert.