Topographia Austriacarum: Das abgebrochene vhralte Schloß oder öde Burgstall Mitterberg

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Topographia Germaniae
Das abgebrochene vhralte Schloß oder öde Burgstall Mitterberg (heute: Burgruine Mitterberg)
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Marckt Müntzbach
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 6.
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Das abgebrochene vhralte Schloß oder öde Burgstall / Mitterberg

Ligt in der Petkircher Pfarr / ein halbe Stund von Windhaag vnd ein Viertelstund vom Schloß Pragthal / nechst beym Braiten-Aichhoff / ebenmässig zur Herrschafft Windhaag gehörig; Vnd ist nach Außweisung der vorhandenen Instrumenten /noch im 1353. Jahr von weyland Herrn Vlrichen / vnd Herrn Eberhard / von Capellen / Gebrüdern / bewohnt gewest / seythero aber (vnwissend / in welchem Jahr / oder durch wen /) zerstöret oder abgebrochen / vnd derselben angehörig geweste Regalien, fürnemblich der Wildbann / vnnd das Land-Gericht im Machland / auff die regierende Lands-Fürsten kommen; Von dannen hernacher / im 1491. Jahr / durch weyland Keyser Friderich den Dritten / Hochlobseeligsten Andenckens / ein gewisser Bezirck deß Wildbanns vnd Land-Gerichts / der Herrschafft Windhaag einverleibt / das übrige aber meistentheils / denen Herren Graffen von Hardegg / im Machland / zu Ihrer Herrschafft Greinburg / überlassen worden. Sonsten seynd alldort neben dem alten Gemäwer / Thurn / Gewelbern vnd Keller / noch heutiges Tages vnterschiedliche Anzeigungen solches Schlosses zusehen / gleichwol aber numehr mit einem zimblichen starcken Gehöltz verwachsen / vnd könte dasselbe ebenfalls / wie Saxenegg / durch den Herrn von Windhaag ohne männigliches Irrung / wiederumb erhebt vnd aufferbawet werden.