Topographia Austriacarum: Das aigen groß Berchtholtz

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Topographia Germaniae
Das aigen groß Berchtholtz
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Edelmans Sitz
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 9–10.
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Das aigen groß Berchtholtz.

Dieweilen sich vor alten Zeiten der Reichenawische Wald / gar biß an das Orth / wo anjetzo diß Aigen stehet / erstrecket hat; alß ist solcher Bezirck damahln der Berg am Holtz / vnnd folgends Berchtholtz genant worden / wie dann auch in alten Schrifften / deß Kirchels am Wald / (anjetzo die Pfarr-Kirchen allda) gedacht wird: Diß Aigen ligt gantz völlig an der Landstraß / also daß / wer auß Oesterreich / durch den langen Freywald / ins Land ob der Enß / oder auch vmb selbige Refier in Böhmen / reysen will / allda nothwendig durchkommen muß; Dahero nun auch daselbst der Keyserlich / wie auch gemeiner / Nieder-Oest-Landschafft / Auffschlag eingenommen wird / vnd wohnet der Keyserliche Ober-Auffschläger / vmb der guten Gelegenheit willen / stäts allda. Wie nun auch vnweit darvon / vnd in selbiger Refier / ein anderes Dörffel / Klein Berchtholtz genant / gelegen ist / alß wird dieses zum Vnterscheid / Groß Berchtholtz / genant / zumahlen es ein zimliche grosse Anzahl behauster Güter in sich begreifft / vnnd noch darzu ein absonderliche lange Zeil vieler vnterschiedlicher Häuser [10] gegen Reichenaw zu / so nur ein halbe Stund von Berchtholtz abligt / dasselbe hat seine gewisse Wochenmärckt / vnnd ein eygene Pfarr-Kirchen: ist völlig zu mehrermeldter Herrschafft Reichenaw gehörig.