Topographia Austriacarum: Völckelmarckt

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Topographia Germaniae
Völckelmarckt (heute: Völkermarkt)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1679, S. 61.
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Statt Völckelmarck (Merian).jpg
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Völckelmarckt / Volckenmarca.

Liegt an der Traa / darein daselbst die Olßnitz kompt. Ist ein Landsfürstlich Stättlein / welches die Völckel / ein edles abgestorbenes Geschlecht erbauet; wie neulich ein vornehmer Freyherr berichtet / und vermeldet hat / daß sonsten ferners allhie nichts denckwürdiges seye: Allein / daß es eine Probestey allda habe / und nicht weit davon das Closter Oberndorff liege. Anno 1307. ist Ertzbischoff Conradus von Saltzburg / auß Befelch Käiser Albrechts / wider Hertzog Heinrichen / in Kärndten gezogen / ohne Zweiffel darum / damit er ihn auß Böheim / diß sein Vätterlich Fürstenthum Kärndten zubeschützen / ziehen möchte. Aber Hertzog Heinrichen war das Königreich lieber; daher dem Ertzbischoff leicht gewesen / S. Veit / Volckenmarckt / und Clagenfurt / durch Ubergab / in seinen Gewalt zu bringen. Das Schloß Rabenstein hat er mit Gewalt erobert / und niedergeworffen; S. Thomasberg bevestiget / und seine Soldaten reich gemacht / wie Andreas Brunner part. 3. Annal. Boicorum lib. 15. pag. 1013. schreibet.