Topographia Braunschweig Lüneburg: Meinbrechtsen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Meinbrechtsen (heute: Meinbrexen)
<<<Vorheriger
Medingen
Nächster>>>
Meinersen
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 154.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Meinbrexen in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[T76]
Meinrechtesen (Merian).jpg
[154]
Meinbrechtsen.

Das Adeliche Hauß Meinbrechsen ist im Fürstenthumb Braunschweig Wolffenbüttel / zwischen der Weser / vnd einem Gebürge / der Solling genant / belegen / eine Meil weges von Höxter: Die Statt Höxter aber liget auff jenseit der Weser / das Fürstliche Braunschweig-Lüneburgische Ampthauß Legefort ist vngefehr ein halbe Stund davon / vnd scheiden sich also dero Orten in der nähe das Fürstenthumb Braunschweig / Landgraffschafft Hessen / vnd Stifft Corvey. Vor Jahren haben die von Hagen diesen Ort im Besitz gehabt / wie solches Adeliche Geschlecht oder Stamm aber gar außgestorben / seyn die von Münchausen in der Belehnung gefolget.

Weil auch dieses Hauß an der Weser situirt / vnd verschiedene Furten man im selbigen Wasser allda hat / ists in diesem Kriegswesen mercklich mitgenommen / etzliche vielmahl zu grund außgeplündert. Auch weil die Statt Höxter bald von Keyserlichen / bald von Schwedischen Krieges-Völckern belagert vnd eingenommen worden / hat auch dieses Hauß allemahl mit herhalten / vnd seinen grossen Schaden vnd ruin empfinden müssen.