Topographia Circuli Burgundici: Hoochstraten

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Hoochstraten (heute: Hoogstraten)
<<<Vorheriger
Hilverembeck
Nächster>>>
Hougarde
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 58.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Hoogstraten (Antwerpen) in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[58] Hoochstraten hat den Nahmen / weil es zwischen den sumpffigen Orten hoch erhaben / und gepflastert worden. Ist vor Jahren ein Fleck / sampt einem ansehenlichen Schloß gewesen / das Anno 1581. ungefehr vom Fewer / und An. 1602. durch die Auffrührer verwüstet worden. Ist ein Brabantisch Stättlein / so seine Kirchen / Clöster / Spital / Rahthauß / und Wochenmärckt / auch Graffschaffts Titul hat; wie Gram. in Antuerpiae Antiquitat. c. 11. bezeuget. Andere nennen diesen Ort einen Marcktflecken / theils auch einen offnen Flecken. Siehe auch Guicciardin. p. 124. Es ligt Hoochstrate / oder Hoogstraten / von Antorff und Bergen / zugleich 6. Meilen / das grosse veste Schloß aber allda ein drittheil einer Meil von dem jetztgedachten Stättlein / oder Marcktflecken / an dem Bach Merke. Es hat die darzu gehörige Graffschafft 17. oder 18. Dörffer. Anton. Lalainus, oder de la Laing, Herr zu Montigne, hatte zur Gemahlin deß Herren Caspars von Culemburg Tochter Elisabeth / mit welcher er dieses Hochstraten / in Campania Brabantina gelegen / zum Heurathgut bekam. Und hat ihn Käyser Carolus V. zum ersten Grafen zu Hochstraten gemacht / welcher die stattliche Kirch allhie erbaut / und ein Collegium Canonicor. darinn angestelt / auch das besagte Schloß von grund auff erneuert hat. Ist An. 1540. gestorben / und allhie mit seiner Gemahlin / stattlich begraben worden / nach dem er zuvor in seinem Testament zu seinem Erben / seines Brudern Caroli Sohn / Philippum Lalainum eingesetzt hatte / welcher der ander Graf zu Hoochstraten gewesen: wie Aubertus Miraeus in Chron. rer. toto orbe gestar. ad an. 1580 meldet. An. 1603. nam diesen Ort Printz Moritz von Uranien ein. Von hinnen ist der gelehrte Mann Jag. Hochstratanus, der An. 1527. gestorben / bürtig gewesen. Ungefehr ein Meil von Hochstraten ligt das Dorff Loenhout / deß Mathematici Johannis Stadii Vatterland.