Topographia Circuli Burgundici: Landa

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Topographia Germaniae
Landa (heute: Landen)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 59–60.
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[59] Landa / Landen / Landinum, ein Branbantisch Stättlein / und deß Käysers Caroli M. Voreltern / der alten Austrasischen Fürsten / Sitz. Joh. Bapt. Gramaye in Brabantia ultra Velpam pag. 31. seqq. schreibet / daß der Alten Landa, so hernach Landenum, und jetzt Landinum genannt worden / und deß Ersten Pipini Wohnung gewesen / ein sehr altes Stättlein deß Brabantischen Haspengäus / oder Hasbaniae Brabantiae, seye / 3. Thor / 5. Thürn an den Mauren / 12. Gassen / und 2. wasserreiche Brünn habe. Die Pfarrkirch zu S. Gertrud / seye ausser der Statt; in derselben aber eine Capell zu unser Frauen. Guicciardinus sagt / es lige Landen in gleicher Weite von Thienen und Hannut / nemlich von jedem Ort zwo Meilen / und werde von theils für die ältiste Statt in [60] Brabant gehalten. Miraeus nennts in Fastis Belgicis im Jahr 1622. tenue ac vetustissium Brabantiae opidulum, und setzet daselbst pag. 108. seqq. höchstgedachtes Käyser Carls deß Grossen VorEltern Geschlecht-Register; auß welchen Pipinus Crassus, oder Heristallus, Pfaltzgraff / Haußmeyer / und Hertzog in Austrasien / ein Vatter deß Caroli Martelli, und Anherr deß Königs Pipini gewesen / der seine Gemahlin die H. Plectrud, oder Blutraud / eine Fürstin auß Beyern / (von deren / und ihrer Tochter / der H. Noitburg / Leben / Matthaeus Raderus, de Bavariae Sanctis, vol. 2. zu lesen) verlassen / und seiner Beyschläfferin / der Alpais / angehangen ist. Sie / die H. Plectrudis / hat sich hierauff nach Cöln begeben / allda sie auch gestorben / aber noch Anno 717. im Leben gewesen ist.