Topographia Circuli Burgundici: Leewe

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Topographia Germaniae
Leewe (heute: Zoutleeuw)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 60.
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[60] Leewe / Leuwen / Leevia, oder Soutleuu, ein Stättlein in Brabant an den Lüttischen Grentzen / und ein Meil von Sentron gelegen / so vest und wol verwahret ist. Hat einen Bach / Gefan genannt / so nicht weit vom Stättlein / in den Fluß Gete fällt / wie zwar Guicciardin will. Es ist in diesem Stättlein die grosse Probstey / oder Priorat / deß Ordens S. Augustini, deren Probst einer auß den 12. Praelaten in Brabant. Es hat auch da ein Canonich-Stifft / in der sehr schönen Kirchen zu S. Lamprecht. Ausser dem Thor ist ein sehr grosser und schöner See. Und wird allhie ein so herrliches Bier gebraut / das offt an Güte einen Wein übertrifft / und deßwegen / wie Guicciardin. abermals schreibt / weit verführet wird. I. B. Gramaye nennt diesen Ort Leoniam, Leewam, und Soutleuu, und sagt / es gehöre dieses jetzt kleine aber schöne Stättlein / unter das Thienisch / oder Tillemontische Gebieth; seye allenthalben mit Wasser umbgeben / und könne damit wann es wölle / die beyligende Aecker überschwemmen. Habe 4. grosse Thor / und ein kleines Thürlein / und etliche steinerne Brücken / so wol über den Fluß Gete / als über den Bach / so beede durch die Statt / mit grossem der Handthierenden zu Mecheln / Diest / Arschot / und Sichenen / Nutzen / lauffen. Es seyen da neun Plätz / darauf man Sachen feil habe; etliche Clöster / aber nur eine Pfarrkirche / zu S. Lenharden. Es ist allhie der Cartheuser Dionysius Richelius gebohren worden. Anno 1578. ward Levia von den Spanischen eingenommen.