Topographia Circuli Burgundici: Mardick

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Topographia Germaniae
Mardick (heute: Mardijk)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 183.
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[183] Mardick / ein Meer-Ort / auff halbem Weg zwischen Duinkerchen / und Grävelingen gelegen / und sehr altes Stättlein / so vor Zeiten herrlich / und berühmt gewesen / aber in den Kriegen offtermals zerstört / und dahin gebracht worden / daß / wie Guicciardin. sagt / es sich selbst kaum kenne / und den alten Nahmen allein in etlich wenigen Häussern behalte. Es wird gleichwol in den Relationen Mardyck noch der Zeit ein überstarckes Fort genant / welches die Frantzosen erstlich im Sommer Anno 1645. erobert / hernach im December dieses Jahrs / ihnen die Spanier solches mit Behendigkeit wider hinweg genommen / und besser bevestiget; daher / als die Frantzosen diesen Ort An. 1646. wider belagert / und ihn auch endlich den 14. (24.) Augusti / auff Discretion abermals erobert / sie etlich tausent Mann / und darunter 7. Marggraffen / 9. Freyherren / und 35. Hauptleuthe / darvor verlohren haben sollen. Sihe neben der Franckfurter Relation / von solchen unterschiedlichen Belager- und Eroberungen / auch Tom. 5. Theatri Europaei fol. 828. b. seqq. 1005. 1185. seq. et 1204.