Topographia Circuli Burgundici: Roche

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Topographia Germaniae
Roche (heute: La Roche-en-Ardenne)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 242.
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[242] Roche, la Roche, Rupes Arduennes, Rupes Ardennae. Ins gemein la Roche en Ardenne, weil dieses Stättlein / so von einem hohen Felsen den Namen hat / in dem Ardenner Wald / sonsten im Hertzogthumb Luzemburg gelegen ist / ein wackers Volck / und ein Castell auff besagtem Felsen über sich hat; und wegen seines Alters hoch gehalten wird / als welches umbs Jahr Christi 800. allbereit im flor gewesen; und dieses Alters / auch ein alter Thurn / allda / in Frantzösischer Spraach la tour des Sarozyns genannt / Zeugnuß gibt. Daher es vielleicht kommen / daß solcher Orth / daran der Fluß Ourt herrinnet / den Hertzogen zu Luxemburg insonderheit lieb gewesen ist; und Käyser Wenceslaus, König in Böheim / als er seines Brudern Johannis, Marggrafens zu Mehren / und Görlitz Tochter / Elisabethen / dem Hertzog Antonio zu Brabant / verheurathet / und ihme das gantze Hertzogthumb Luzemburg / zu sampt der Graffschafft Chini, gegen 120. tausent Rheinischer Gulden / versetzt / diesen Ort / und was darzu gehörig / ihme außdrucklich vorbehalten hat; wie zwar Joh. Bertelius p. 191, berichtet: wiewol andere sagen / gedachter Käyser hab dieser seiner Fräulein Muem / beede obbesagte Länder zum Heuratgut geben. Sihe oben den Eingang dieses Theils. Vorgemeldter Bertels schreibet auch am 103. Blat / daß la Roche eine Graffschafft seye / so ein grosses Gebieth / daß sich auff etlich Meil Wegs erstrecke / habe; wiewol es den meisten theil unfruchtbar; so zwar seiner Zeit etwas bessers erbauet worden. Gehöre dieser Zeit zum Hertzogthumb Luxemburg. Guicciardinus rechnet von hinnen 12. meilen nach der Statt Luxemburg. Andere haben ein gutes mehr.