Topographia Circuli Burgundici: Soignies

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Topographia Germaniae
Soignies
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 214.
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[214] Soignies, Soignii, Soigniacum, Sonegium. Ein Städtlein im Hennegöw / 4. Meilen von Hall / und 3. von Bergen / am Fluß Zinna, Zenna, oder Senne / beym anmütigen Wald Soigni, gar lustig gelegen. Hat ein vornehmes Canonich-Stifft zu S. Vincentio, der es gestifftet / und mit Gütern begabet / auch allda in einem silbern Sarch begraben liget. Es ruhet in gleichem allhie in einer silbern Truchen / der heilige Landricus, gewester Bischoff zu Meaux, oder Meldis, in Franckreich / so deß gedachten H. Vincentii, Graffens in Hennegöw / und der heiligen Waldetrudis Sohn gewesen / und umbs Jahr 660. oder 70. gelebt hat. Guicciardinus sagt / es habe dieses Stifft über das Städtlein / und herumb ligende Landschafft zu gebiethen. Die Canonici werden die Herren von S. Vincent genannt. Es seyn viel Musici, so gute Stimmen gehabt / von hinnen bürtig gewesen; und haben die Landsfürsten allda ihren Cantoribus die Besoldung / und jährliche Verehrungen zu reichen gepflegt. Der Nam dieses Städtleins wird von dem obgedachten Wasser hergeführet. Anno 1578. bekamen diesen Ort die Spanischen.