Topographia Colonia et al.: Lintz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Lintz (heute: Linz am Rhein)
<<<Vorheriger
Lechenich
Nächster>>>
Lyn
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1646, S. 50.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Linz am Rhein in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite

[50] Lintz / am Rhein / vnterhalb Hammerstein / zwischen Argenuels / vnd Vnckel (welche beyde Ort man auch für Cöllnische Stättlein / oder wenigst Marcktflecken / hellt) gelegen. Es ist Lintz ein feines Chur-Cöllnisches Stättlein / vnd Schloß / zwischen dem Gebürg / vnnd gegen Sintzig vber / gelegen / daselbst ein grosser Abstand von denen / so den Rhein hinauff ziehen / geschicht / vnd es derowegen ein nahrhaffter Ort ist. Der Schwedische General Baudissin / hat Anno 1632. im Herbst / dieses Lintz / mit Accord / wie auch darauff Blanckenburg / Windeck / vnd andere Ort / erobert / vnnd gegen vber ein starcke Schantz verfertiget. Es hat allda einen Zoll / wie obgedachter Trithemius schreibet. In der Limpurgischen Chronick stehet am 22. Blat / daß im Jahr 1366. Lintz auff dem Rhein gewonnen / erstiegen / vnnd gar / biß auff sein Grund / geplündert worden. Vnd am 49. Blat / daß Lintz Anno 1391. von eygenem Fewr / biß auff ein drittheil der Statt / verbronnen seye. Anno 1475. in dem Cöllnischen Krieg / hatte Hertzog Carl von Burgund / als deß abgesetzten Bischoffs Ruperti zu Cölln / Helffer / eine Besatzung in Lintz gelegt; deßwegen Keyser Friderich der Vierdte / Marggraff Albrechten von Brandenburg / mit einem Theil Kriegsvolck gen Rimegen schickte / welche / als die Belägerung acht Tag gewähret / ihr Leben errett / vnnd sich ergeben / vnd seynd ihre Güter von dem Kriegsvolck geraubt worden. Also haben auch die von Lintz / aber etwas langsamer gethan / nach dem die Picarder die Besatzung von dannen hinweg genommen / vnnd das Schloß verbrant hatten; wie Gerardus de Roo im achten Buch der Oesterreichischen Historien am 317. Blat schreibet.

[T38]
Lintz (Merian).jpg