Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Grimmen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Grimmen
<<<Vorheriger
Greiffenhagen
Nächster>>>
Grimnitz
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 61–62.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Grimmen in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
unkorrigiert
Dieser Text wurde noch nicht Korrektur gelesen. Allgemeine Hinweise dazu findest du bei den Erklärungen über Bearbeitungsstände.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[61]
Grimmen /

Ist ein alte Pommerische Stadt / sub latit. 54. 18. et longitud. 37. 45. war schon zu der Lutitier Zeiten im Flor / und An. 1190. in eine Maur gezogen. Vor Zeiten ist ein Jungfrau-Closter alhie gewesen. Der Synodus dieses Orth bestehet in 19. Pfarren / unter dem Schwerinischen Bisthumb. Wie er dann gegen Mechelburger Land / zwischen Tribesees / und Gripswalden ligt. Hält 3. Märckt / auff Misericordias, Sontags nach Mariae Himmelfarth / und auf den Tag Elisabeth. [62] In dem 1350. Jahr ward Grimmen von den Hertzogen von Mechelnburg / und dann wieder von Pommern eingenommen. Und weil einer von den Burgern den Mechelburgern das Schloß nicht alsobalden übergeben wollen / ist er mit Feur verbrandt worden. Hernach nahm Fürst Nickel zur Werle Grimmen hinweg; so aber die Pommerische Fürsten in Anno 1354. wieder eroberten. Es muste auch dieser Orth / in den vorigen Jahren / wegen der Mechelburger viel außstehen. Und hat noch vorhero Fürst Jaromar auß Rügen / mit Hülff der Dänen / der drey Landschafften / Barth / Grimmen / und Tribesees / die den Rugianern vor etlichen Jahren / von den Pommern entzogen waren / sich bemächtigt / und sie wieder zu seiner Bottmässigkeit gebracht; wie von diesem allem Micraelius im 2. 3. und 6. Buch seines Pommerlandes / zu lesen.