Topographia Electoratus Brandenburgici et Ducatus Pomeraniae: Uckermünde

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Topographia Germaniae
Uckermünde (heute: Ueckermünde)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1652, S. 119.
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Uckermünde /

Ist ein Fürstlich Pommerische Stadt / und Schloß / bey dem Frischen / oder Grossen Haff / darein da die Ucker fält; daher auch diesem Orth der Name kompt. Ist Anno 1190. zur bemaureten Stadt gemacht worden. Liget sub latitud. 53. 50. et longitud. 38. 20. an einer langen grossen Heyden. Zum Synodo dieses Orts gehören acht Pfarren: und führet diese Stadt einen gantzen Greiffen im Schilde / und über dem Helm / ein W. Hält Marckt acht Tage nach Marien Heimsuchung. Umbs Jahr 1370. hat Zacharias Hase / einer vom Adel / mit seinen Räubern / den gantzen Rath alhie überfallen / und ihn auff sein Schloß zum Neuen Torgelow geführet. Anno 1469. lagerte sich der Churfürst von Brandeburg für diese Stadt / alda die Hertzogen von Mechelnburg / mit ihrem Volck zu Ihme fliessen. Aber die Pommern gaben ihnen so viel zu schaffen / daß sie unverrichter Sachen wieder abziehen musten. An. 1630. bekamen die Schwedischen diesen Orth in ihren Gewalt. Anno 1633. ward alhier ein Pommerischer Landtag gehalten. Anno 1637. eroberten die Käyserischen Uckermünde. Anno 38. die Schweden wieder / und hat in diesem Krieg sich noch mehrere Veränderung alhie zugetragen. Vor etlicher Zeit hat es auch in der Uckermündischen Heyde so viel wilde Pferde gegeben / daß sie bey gantzen Hauffen gegangen sind / dieselbe haben fast allerley Farbe / wie andere Pferde / aber dabey einen gelben Strich über den Rucken. Wie sie gefangen werden / das beschreibet Micraelius lib. 6. Pomeran. p. 393.