Topographia Franconiae: Waißman

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Topographia Germaniae
Waißman (heute: Weismain)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 101–102.
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[101]
Waißman / oder Weisman.

Stadt und Ampt / dem Bistum Bamberg gehörig. In der kleinen Bambergischen Calender-Chronic stehet / daß Anno 1248. der letzte Hertzog von Meran / Otto, durch seinen Hoffmeister / in seinem eygnen Schloß Niesten (so noch ein Bambergisch / Schloß / und Ampt) ermordet worden / welche Hertzog / in ermeldtem Jahr / vor seiner Entleibung / den mehrertheil seiner Güter / und das besagte Schloß Niesten (oder Nisten / ) ober Waißmäyn gelegen / dem Stifft Bamberg / durch ein Testament verschafft habe. In dem 6. Theil deß Theatri Europaei, wird eines Bambergischen Schlosses / so Anno 1648. den 1. 11. April. die Frantzosen verbrant hätten / gedacht / so aber nicht Wachenrodt / sondern Wallerodt daselbst genannt wird. Anno 1633. den 12. Martii / nahm Hertzog Bernhard von [102] Sachsen obgedachte Stadt / oder Städtlein Waißman / darob besagtes Schloß Niesten (darinn der letzte Hertzog von Meran Anno 1248. ermordet worden) gelegen / ein / und Anno 1641. besatzten die hinterlassene Volcker / so nach ihm die Weymarische genannt worden / dasselbe.