Topographia Palatinatus Rheni: Gemünde

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Topographia Germaniae
Gemünde (heute: Gemünden, Hunsrück)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 33.
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Gemünde.

Gemünde / Gemundium, in dem Nachgöw / nicht weit von Bingen / so vor Zeiten Caput Montium, weilen daselbst das Rheingebbürg / darzwischen der Rhein laufft / den Anfang hat / genant worden / und welches Städtlein umbs Jahr 1612. den Edelleuthen von Schmidberg gehört hat; wie hievon Marq. Freherus part. 2. Origin. Palat. cap. 11. fol. 48. seq. zu lesen / welcher den Nahmen Gemund / auß dem Teutschen Ursprung / von Mundio, so ein Hut / und Beschützung andeutet / herführet: auch saget / daß der alte Lurlaberg / umb die Zeit Käysers Friderici II. in den Teutschen Gesängen Marner genant worden / und daß mitten dieser Berge / zur Rechten / ein wenig unter Oberwesel / Widerhall seyen / da ein Echo, so seines gleichen nicht habe / der Lurley genant / anzutreffen / welcher allerley Thon / Stimm / und Wort / nicht allein hell und klar / sondern auch unterschiedlich vermehrter / wieder gebe / und zu ruck schicke; und dahero die Schiffleuth / und fürüber Reysende / ihr Kurtzweil da zu haben / und zu schreyen pflegen; wie dessen Conradus Celtes Amor. 3. eleg. 13. Bernardus Mollerus, in Beschreibung des Rheins / lib. 3. p. 146. bey ihme Frehero, part. 2. Origin. c. 18. fol. 89. gedencken. Es ist auch ein Gemünd in Westerreich / Saar-Gemünde zugenannt / davon hernach bey den Lothringischen Städten wird zu sagen seyn.