Topographia Palatinatus Rheni: S. Iean de Maurienne

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Topographia Germaniae
S. Iean de Maurienne (heute: Saint-Jean-de-Maurienne)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1645, S. 15–16.
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[15]
S. Iean de Maurienne oder Moriene, Moriane.

Ist ein Bischoffliche / und die Hauptstadt dieses Moriener Thals / und Grafschafft / im Hertzogthumb Savoia; allda Humbertus I. bergraben ligt / der vom Käyser Henrico III. das Lehen über Savoia empfangen. Sonsten ist nichts sonderliches von Gebäuen in dieser Stadt zu sehen; wie dann insgemein die Savoische [16] Städt von geringem Ansehen / und Sachen seyn. In dem vorigen Frantzösisch- und Savoischen Krieg / ist dieser Ort vom Marschall Desdiguieres, im Namen der Cron Franckreich / mit ringer Mühe eingenommen worden. Vier Meilen / oder etwas weniger von hinnen / liegt la Chambre, so theils einen Flecken / andere aber eine Stadt nennen / von welcher / und dem Schloß / die Marggrafschafft de la Chambre, den Nahmen hat / so auch Savoisch ist. Der Weg zwischen diesen beyden Orthen ist gantz zwischen den Bergen / welche meistentheils mit Schnee bedeckt seyn. Aber zu gedachtem S. Johann kommt man etwas auß den Bergen / und hat es darumb ein feine Ebne.