Topographia Sueviae: S. Blasij

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Topographia Germaniae
S. Blasij (heute: Kloster St. Blasien)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1643, S. 37.
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S. Blasij / oder S. Blesi /

Ein reiches vnd vornehmes Benedictiner Closter / auffm Schwartzwald / ein Meil Wegs von der Statt Waldshut gelegen: so vom Käyser Othone M. bestättigt worden Crusius weiß das Jahr seiner Stifftung nit gewiß: Ziehet gleichwol ein geschrieben Pergamentin Buch an: In welchem also steht: Anno 962. hat / Bruno, ein Mönch zu Corbey / vnnd Befreundter Hertzog Hermans / seinem verstorbenen Bruder Amalungo, Fardensi Episcopo, succedirt. Reginbertus, ein Diener Gottes / (den Theils von Seldenbeuren / vnd dises Orts Stifftern nennen) ist gestorben. Dieser hat die Abbtey S. Blasij in Schwaben erbawt. Biß hieher dieses Buch. Sihe aber Munsterum in Cosmograph. vnd Henric. Pantal. de Illustr. viris German. vnnd vnden die Verzeichnuß der Costantzischen Bischöff. Grasserus, in seinem Itinerario Historico politico saget am 27. Blat / es lige solches Closter in der Einöde / in welcher zun Zeiten Keysers Diocletiani, die Christen erstlich sich heimblich auffgehalten: Das Closter sey folgends Anno 949: gebawet: Bertholdus Constantiensis aber / in appendice ad Hermannum Contractum will / daß es Anno 1093. von Grund auf erbawen worden. Ist Costantzer Bistumbs / vnd hat den halben Theil an der Vestung Guttenberg / sampt dem Halßgericht vber das Dorff Fiezen / vnd den Wildban daselbst / auch zu Dotnaw ein Silber Bergwerck / Anno 1521. auff 4. zu Roß / vnd 48. zu Fuß / oder 240. Gulden monatlichen zum einfachen Römerzug belegt / aber hernach / wie man findet / auff 120. Gulden modelirt worden: wirdt aber vom Hauß Oesterreich eximirt; gleichwol der H. Abbt / wegen der erkaufften Herrschafft Bondorff / monatlich / zur Craiß Cassa, 25. Gulden. 30. Kr. contribuirt, vnd deßwegen Sitz / vnd Stimm / bey den Schwäbischen Cräißtägen hat.