Topographia Superioris Saxoniae: Belgern

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Topographia Germaniae
Belgern
<<<Vorheriger
Beichlingen
Nächster>>>
Belzig
aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 28–29.
Wikisource-logo.png [[| in Wikisource]]
Wikipedia-logo.png Belgern in der Wikipedia
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du unter Hilfe
Link zur Indexseite


[28]
Belgern / Belgera.

An der Elb in Meissen / ein Meyl von Torgaw / gelegen. Dresserus schreibet in seinem Stättbuch / am 150. Blat / daß diese Statt von Keysers Caroli M. Soldaten den Nahmen habe / so allda die Soraben Wenden bekriegt / vnd ihr Winterlager gehabt / vnnd daselbst eine Statt erbawet. Als folgends die Heneten / oder Slaven / solche eingenommen / ward sie von ihnen Weißschloß / oder Weißburg / Belgradum, genant; vnnd hernach Marggraff Heinrichs von Meissen Vestung / wider Graff Wipperten / von dem sie auch geplündert worden; kam folgents an das Kloster Buchau / aber / nach dem sie die Fürsten zu Sachsen eingenommen / ist sie dem Stifft zu Wurtzen geben worden. Ist also dieselbe eine auß den ältisten Meißnischen [29] Stätten; welche vor Zeiten grösser gewest / viel in den Kriegen außgestanden / vnd / auß ihren abnehmen / die Statt Torgaw vermehret worden seyn solle. Am Rahthauß ist / vor dem nächsten Krieg / ein RulandsSaul von Steinen / mit einer Ketten / vnd Hültzern Schwerd / zu sehen gewest. Anno 1429. zündeten diese Statt die Hussiten an / wie Boregk pag. 445. schreibet. An. 1637. haben die Schweden / als Chur-Sachsen damahls Feinde / diese Statt außgeplündert / vnnd abgebrandt. Vnnd seyn damit auch die gemeine Gebäw auffgangen.