Topographia Superioris Saxoniae: Dobrilug

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Topographia Germaniae
Dobrilug (heute: Doberlug)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 42.
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Dobrilug / oder Dobriluck.

Ein herrliches Closter / in der Nidern Laußnitz / vnnd an den Meißnischen Gräntzen / darunder das Stättlein Kirchhain gehörig / welches der Herr Churfürst Johann Georg zu Sachsen / etc. vom Herren von Promnitz / der sich davon geschrieben / vmbs Jahr 1623. zur Churfürstlichen Cammer / erkaufft hat; so / vor Zeiten die Meißnischen Marggraven; wie auch das vornehme Closter Newenzell an der Neisse / bey Guben / so Marggraff Dieterich zur Laußnitz / vnd Landesberg / vmbs Jahr 1184. gestifftet / gebawet / vnd dem Cistercienser Orden zu gutem verbessert haben. Es solle dieses Fürstliche Closter eygentlich Dobre Luckow auff Wendisch / vnd auff Teutsch so viel / als ein gute Wiese / heissen: wie dann auch in der Böhmischen Spraach / Dobry gut / vnd Lauka / eine Wiesen / oder Matte / bedeutet; darfür in deß Mercatoris Land-Carten / oder Tafel Doberlau / sonsten Gutenwald / kommen ist. Wie dann viel Landtafeln auch in den Namen sehr falsch seyn / vnd im nachmachen noch mehr verfälscht werden.