Topographia Superioris Saxoniae: Gerstungen

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Topographia Germaniae
Gerstungen
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 87.
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Gerstungen.

Ein Stättlein / Schloß vnd Ampt / an den Hessischen Gräntzen / vnnd dem Wasser Werra / anderthalb Meylen von Creutzberg / vnd nahend Berka gelegen: so vorhin in das Eysenachische Gebiet gehört hat / der Zeit aber der Fürstlichen Sächsischen Weymarischen Lini zuständig ist. Landgraff Balthasar in Thüringen hat Gerstungen Anno 1402. dem Abbt von Fulda abgekaufft / wie Johann Binhard in der Thüringischen Chronic lib. 1. p.106. vnd lib. 2. p. 288. schreibet. Christophorus Brovverus meldet li. 4. Annal. Fuldens. pag. 326. auß den geschriebenen Archivis, daß An. 1403. Landgraff Balthasar in Thüringen ihme zu wegen gebracht habe das Fuldische Schloß Gerstungen / mit Gewalt / vnd wider Willen deß Abbts habe er die gantze Herrschafft desselben Orts gesucht; welches Gebieth / sampt Saltzungen / vnd Franckenstein / vnder dem Keyser Adolpho, in dem Thüringischen Krieg / zuvor an das Stifft Fulda kommen war; wie er vorhero am 317. Blat schreibet: were also wider an Thüringen kommen / was solchem Lande vor Zeiten gehört hatte. Ein geschriebene Thüringische Chronic stimpt mit besagtem Binhardo, so viel den Kauff anbelangt / vber ein / setzt aber das 1403. Jahr.