Topographia Superioris Saxoniae: Glauchau

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Topographia Germaniae
Glauchau
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 88.
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Glauchen/Glauchau.

Dieses Stättlein / vnnd vestes Schloß / liegt an der Mulda / nahend Zwickaw / vnnd 9. Meylen von Leipzig / so theils noch zu Meissen / andere aber allbereit zum Voigtland rechnen. Hat tieffe Gräben. Ist zwar klein / aber das Schloß ist lustig. Gehört den Herren von Schönburg / Freyherren / so Stände deß Reichs seyn / vnd ihre Gütter / so sie in Meissen vnnd Voigtlande besitzen / nemblich diß Glauchen / oder Glauchau / Waldenburg / Hartenstein / Liechtenstein / Hohenstein / Leßnitz / vnnd Greßlas / von der Cron Böheimb zu Lehen tragen. Man setzet / in der Herrschafft Schönburgk / zu Waldenburgk / diese Superintendentzen / als im Ampt Waldenburgk / Liechtenstein / Hartenstein / vnd im Closter Geringswalde. Es liegen vmb Glaucha / Wisenburg / (so weyland der Edlen von Planitz gewesen) Wildenfels / vnd Werdau / auch das Schloß alten Schönfels. Glauchen muste in diesem Krieg / sonderlich wegen Zwickau / so nur ein Meyl Wegs davon gelegen / in Anno 1640. viel außstehen: wie dann dieses Jahr / zu Eingang deß Octobris / die Schwedisch-Beerische Reuterey / auß Zwickau / in dieses Stättlein Glaucha gefallen / vnd daselbsten 1000. Schaf / Rindviehe vnnd Pferde hinweg genommen / vnnd in Zwickaw gebracht hat. Anno 1614. hielte Glauchau ein Schiessen.