Topographia Superioris Saxoniae: Kala

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Topographia Germaniae
Kala (heute: Kahla)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 107–108.
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[107]
Kala.

Ein Stättlein in Thüringen an der Sala / zwischen Orlamund vnd Jena / vnder das Ampt vnd Herrschafft Leuchtenberg gehörig ist / welche Herrschafft der Fürstlich Sächsisch Calenburgischen Lini zuständig ist. Es gibt viel durchreysens allhie; sonsten wenig von solchem Ort zu finden / als daß in der geschriebenen Thüringischen Chronik Vrsini stehet / daß Anno 1346. die von Erfurt vnd Mühlhaussen Statt vnd Schloß Kala gewonnen / vnnd zerbrochen. In einer andern geschriebnen Chronic wird dieses von Landgraff Friederichen / vnd den Erfurtern / vni daß es Anno 1345. geschehen / gesagt. Hernach Anno 1391. al. 92. gewonnen die Landgräffische dieses Kala wider / so dazumahl ein Burger von Erfurt / genandt Heinrich von dem Paradeise / Pfandsweiß [108] weiß innen hatte / welcher einen Bauren / der in dem Wasser zu Leuchtenberg gehörig gefischt / gehangen hatte. Vnd solches Kala ward jhme / sampt Leuchtenburg / von den Graven von Schwartzburg versetzt. Vnd kame auch Leuchtenburg damals an die Landgraven in Thüringen. Anno 1632. ward Kala gantz außgeplündert von einer Friedländischen Parthey.