Topographia Superioris Saxoniae: Orlamund

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Topographia Germaniae
Orlamund (heute: Orlamünde)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 148.
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Orlamund.

Liegt in der Höhe an der Sala / wo die Orla darein fält / daher auch dieser Statt / so das Haupt der Voralten Graffschafft Orlamund weyland gewest seyn solle / der Nahme kommen. Es hatten die Graven von Orlamund zwar auch die Stätte Jena / Neustat / Kala / vnd andere Orth in Thüringen / vnd darunder Humelshayn / nahend Orlamund; aber allhie zu Orlamund / hielten sie / indem schönen / herrlicheu Schloß / so jetzt zerstört liegt / Hoff. Nach dieser Graven Abgang / ist die Graffschafft an die Landgraven zu Thüringen / vnd Marggraven in Meissen kommen. Vnnd gehört Orlamund der Zeit der FürstlichSächsisch Altenburgischen Lini. Es hat / vor diesem / ein Wilhelmiter Closter allhie gehabt / so aber im Jahr 1520. verbronnen; daher solches auch ein Ende genommen Die Pfarr hergegen allhie ist so hoch gehalten worden / das Churfürst Friederich / der Weise / sie der Hohen-Schul Wittenberg zueeygnet hat. Aber dieselbe hat solche Pfarr nicht mehr. / wie Dresserus im Stättbuch p. 495. erinnert. Vnd wird Orlamund der Zeit / wie auch Runnenburgk / für Superintendentzen / gesetzt. In einer geschrieben Thüringischen Chronic stehet / als Anno 1222. Landgraff Ludwig zu Döringen vnd Hessen / den Graven Herman zu Orlamunds vberzogen / vnd auff dem Berg Schauenforst / zwischen Orlamund / vnnd Rudelstat/ ein Schloß erbawen / daß jetztgedachte zwey Orth / sein / deß Graven / vesteste Schlosse gewest seyen. Item / daß Anno 1353. das Wetter zu Orlamunde eingeschlagen / vnd ein grosses Fewer gemacht habe.