Topographia Superioris Saxoniae: Oschitz

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Topographia Germaniae
Oschitz (heute: Oschatz)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1650, S. 148.
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Oschatz (Merian).jpg
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Oschitz.

Etwan auch Ossatz / vnnd Oschatz genant / ist ein Churfürstlich Sächsisch Stättlein / im Meißnischen Craisse / zwischen der Mulda / vnd der Elb / an dem Wasser Colnitz / nahend Dalem / vnd Strelen / 7. Meylen von Dreßden / vnd 6. Meylen / oder ein kleine Tagreise / von Leipzig gelegen. Hat einen Wendischen Nahmen / vnnd soll so viel als Ostliecht / oder Morgenliecht / heissen. Es ist da ein Archidiaconat, mit 6. Canonicis; Item ein Franciscaner Closter / vor diesem gewesen. Die Hussiten haben allhie auch vbel gehausset. Hatte vor der Zeit ein schönes Rathhauß. Anno 1616. ist die Statt fast gar abgebronnen: hat sich hernach wider etwas erholet; ward aber im jetzigen Krieg Anno 1632. von den Keyserischen / vnd An. 37. von den Schwedischen / außgeplündert; vnd haben sie / das letztemal die Schwedischen / zugleich abgebrandt.