Topographia Westphaliae: Schawenburg

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Topographia Germaniae
Schawenburg (heute: Schaumburg)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1647, S. 91.
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[91] Schawenburg / ist der Haupt-Ort in der Graffschafft dieses Namens / nicht gar fern von der Weser gelegen; welches ansehenliches wolerbawtes Berg-Schloß / so Bischofflich Mindisch Lehen / der letzte Graff Otto von Schawenburg / so Anno 1640. gestorben / seiner Frawen Mutter / Frawen Elisabethen / Gräffin von Schawenburg / Wittiben / geborner Gräffin / vnnd Edler Frawen von der Lippe / zum Witwenthumb-Sitz / vnnd auß dem Ampt daselbst 4000. Reichsthlr / bey ihren Lebenszeiten Jährlichs zu empfahen / vnd zugeniessen / verordnet / vnd Anno 1637. den 18. Januarij / von dem ThumbCapitel zu Minden darein consentiert worden. Adolph von Salingleven / hat dieses Schloß Schawenburg auff dem Nesselberg / an dem Suntal (so sich an der Weser / bey dem Hauß Berge anfähet / vnnd nach Osten / biß gen Nassinghausen erstrecket) auß einem Ziegenstall erbawet / darauff ihn hernach Keyser Conrad der Ander / Anno 1030. auff dem Reichstag zu Minden / zu einem Graffen soll gemacht haben. Daher auff diesem Schloß Schawenburg / wie Cyr. Spangenberg in der Schawenburgischen Chronic bezeuget / an einem alten hohen Thurn / diese Schrifft noch an jetzo zufinden:

Annis nongentis, centenister quoque denis
Post Christum natum Schaumburg tenet initiatum.

Folgends / sonderlich zu den letztern Zeiten / ist solches Stammhauß / gewaltig erhoben / vnnd gezieret worden.