Topographia Westphaliae: Vise

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Topographia Germaniae
Vise (heute: Visé)
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aus: Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor):
Merian, Frankfurt am Main 1647, S. 68.
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Vise / Viset / Visetum.

Ludovicus Guicciardinus schreibet / daß Visetum zwo / Varemium vier / vnnd Beringa sechs Meilen von Lüttich / ligen / alles berühmbte / vnd wolgelegene Ort im Stifft Lüttich. Herca, Brea, Pera, Hamontum, sagt er / ligen in gleicher Weite / nämlich / sieben Meilen von Lüttich; so nicht sonderlich bekannt / vnd in welchen fast nichts denckwürdiges zusehen seye. Auß denen Orten / so nicht mit Mawren / wie die vorgehende / vmbgeben / wäre Cereia, so vorhin zerstöret / vom Cardinal Erardo von der Marck / Bischoffen zu Lüttich / wider gebawet worden; vnnd bey dem Dorff Ebura werden viel Adern deß allerbesten Schweffels gefunden. Obgedachtes Visetum, ins gemein Vise genannt / ist ein Lüttichisches Stättlein / an der Maaß / zwischen Lüttich / vnd Mastricht gelegen / allda S. Hadelinus Confessor, wie Miraeus in Fastis Belgicis p. 71. berichtet / ruhet: Vnd hat es allhie eine weltliche Abtey / wie wir finden; wie dann Levoldus von Northoff / ein Märckischer vom Adel / auß Westphalen / Ritterstands / der die Origines Marcanas geschrieben / ein Thumbherr zu Lüttich / vnd weltlicher Abt zu Viset / genant wird.