Trinklied (Gumppenberg)

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Textdaten
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Autor: Hanns von Gumppenberg
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Titel: Trinklied
Untertitel:
aus: Das teutsche Dichterroß, S. 64–65
Herausgeber:
Auflage: 13. und 14. erweiterte Auflage
Entstehungsdatum: 1901
Erscheinungsdatum: 1929
Verlag: Callwey Verlag
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Erscheinungsort: München
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Originalherkunft:
Quelle: Commons
Kurzbeschreibung: Parodie auf Richard Dehmel
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[64]

 TRINKLIED

Näher und näher die Nacht schon stapft:
Trinkt, bis der Seher sich selbst verzapft –
 Stürzt das Faß!
Schaut, wie im Blute die Sonn’ ersauft,

5
Weil sich die Gute nun wärmer tauft –

 Hoch das Glas!
Singt mir vom rötlichen, tödlichen Leben –
Dagloni maroni lazzaroni sasa,
Gleiala kling klang gloria ..

10
So trinkt doch, Donner und Doria!

Knickeknackreben, süßtriefende Wunden,
Singt mir das Lied von droben und drunten,
 Wallalalei juchuh!

Der Mond hängt seine rote Zung’

15
Über den Berg – gute Nacht, min Jung’!

 Sonne, hist hott!
 Feuert den Pott,
 Kracht in die Ecke zum Gott –
 Hui!

20
Näher und näher schon schlurft die Nacht.

Im Gurgelstrom ein Gegack’, ein Gezuck’ –
     Noch einen Schluck!
     Hört ihr, wie’s kracht?
     Fürchtet ihr den schwarzen Mann??

25
     Da kommt er schon an,

     Der Morian,
     Hopp hopp, im Galopp,
     Und der Kopp so salopp –
 Huputui!

[65]
30
Singt mir vom rötlichen, tödlichen Leben!

     Maroni mahagoni –
     Klirrlala, g’schirrlala,
     Klingelingkling klimbim gloribúsvallera..
Hussa! wir streben und kleben und schweben

35
Immer darüber und immer daneben –

 Juch!


nach Richard Dehmel