Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
« Im tollen Wahn hatt’ ich dich einst verlassen Buch der Lieder (1827) Ich tanz’ nicht mit, ich räuchre nicht den Klötzen »
Für eine seitenweise Ansicht und den Vergleich mit den zugrundegelegten Scans, klicke bitte auf die entsprechende Seitenzahl (in eckigen Klammern) am linken Seitenrand.
Textdaten
Autor: Heinrich Heine
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen
Untertitel:
aus: Buch der Lieder, Junge Leiden, Sonette, S. 94
Herausgeber:
Auflage: 1
Entstehungsdatum: 1817–1821
Erscheinungsdatum: 1827
Verlag: Hoffmann und Campe
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Hamburg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans der Ausgabe 1827 auf den Commons
Kurzbeschreibung:
auch in Gedichte, 1822, S. 115, mit dem Untertitel: Nachdem ich seine Zeitschrift für Erweckung altdeutscher Kunst durchlesen (gemeint ist die von Heinrich Straube mitherausgegebene Zeitschrift Wünschelruthe)
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Buch der Lieder 94.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]

[94]

An H. S.

Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen,
     Da grüßen mir entgegen viel vertraute,
     Viel goldne Bilder, die ich weiland schaute
     Im Knabentraum und in den Kindertagen.

5
Ich sehe wieder stolz gen Himmel ragen

     Den frommen Dom, den deutscher Glaube baute,
     Ich hör’ der Glocken und der Orgel Laute,
     Dazwischen klingt’s wie süße Liebesklagen.
Wohl seh’ ich auch wie sie den Dom umklettern,

10
     Die flinken Zwerglein, die sich dort erfrechen

     Das hübsche Blum- und Schnitzwerk abzubrechen.
Doch mag man immerhin die Eich’ entblättern
     Und sie des grünen Schmuckes rings berauben, –
     Kommt neuer Lenz, wird sie sich neu belauben.