Zeus von Otricoli

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Textdaten
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Autor: Marie Eugenie Delle Grazie
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Titel: Zeus von Otricoli
Untertitel:
aus: Italische Vignetten,
S. 45
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1892
Verlag: Breitkopf und Härtel
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Aus dem Zyklus „Rom“.
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 Zeus von Otricoli.

Leicht neigst du das Haupt und auf ernster Stirne
Thront gebietend dir der Vollendung Höchstes:
Edle Menschenanmuth mit Götterwürde
Machtvoll sich einend!

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Seiendes verschmilzt so in deinem Wesen

Mit dem Götterdrang, der von Ewigkeit her
Mystisch sich dem Werdenden paart, das immer
Rein’rer Vollendung,

Immer höh’rer Form und Gestaltung zustrebt,

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Und das Ur-Geheimnis des eig’nen Wesens

Über sich als schaffende Gottheit in die
Himmel emporhob!

Und solch’ Traumbild hätt’ nun die Welt für immer
Schnöd’ vergessen, wie ach! im Buch der Zeiten

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Ihrer Größten Namen sich bleich verwischen,

Spurlos verschwinden?!

Aber sieh! da gleitet ein Strahl der Sonne
Goldig-hell dir über das Haupt und zeigt mir
Deines Mundes Lächeln, das heit’re, milde,

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Göttlich erhab’ne –


Und ich fühl’, daß heut’ noch in allem Werden
Hehr und sonnengoldig dies Lächeln aufglänzt!
Nickst du Antwort mir? Die ambrosischen Locken
Wallen dir vorwärts!