Zur Eisen-Liqueur-Frage

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Textdaten
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Autor: Carl Ernst Bock
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Titel: Zur Eisen-Liqueur-Frage
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 18, S. 288
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[288] Zur Eisen-Liqueur-Frage. Aus mir zugekommenen Zuschriften geht hervor, daß man diesen Liqueur zu den Charlatanerien rechnet. Allein er ist kein Geheimmittel, welches für unnatürlich hohen Preis verkauft wird und gegen alle nur möglichen Uebel helfen soll, sondern es ist ein Surrogat eines Nahrungsmittels, welches dann Vortheil schafft, wenn dem Körper eine Nahrung geboten wird, die zu wenig Eisen in sich enthält, wenn überhaupt dem Blute die gehörige Menge von diesem zum Leben ganz unentbehrlichen Stoffe fehlt.

Leben und Gesundheit können nämlich nur dann bestehen, wenn unserm Körper (Blute) diejenigen Stoffe in der gehörigen Menge fortwährend zugeführt werben, aus denen er aufgebaut ist und die durch Abnützung der Organe in Folge der verschiedenen Lebensthätigkeiten immerfort theilweise wieder verloren gehen. Zu diesem Material, welches unsern Körper aufbaut, gehört nun aber neben Wasser, Eiweißsubstanzen, Fetten, Salzen etc. auch das Eisen, und wer dasselbe nicht in der erforderlichen Menge durch die Nahrung (besonders bluthaltige, thierische Nahrungsmittel) in seinen Körper einführt, wird krank. Ebenso würde aber auch derjenige krank, welcher zu wenig von Eiweißstoff, Fett, Salzen etc. genösse. Diese Thatsache, welche ich zu wiederholten Malen in meinen Aufsätzen erwähnt und zur Aufstellung diätetischer (Speise-) Regeln benutzt habe, hat Dr. Freigang in Leipzig ebenfalls aufgegriffen und einen Liqueur bereitet, der Solchen, die zu wenig Eisen im Blute haben, sicherlich ebensoviel Nutzen bringen wird, als eine eisenhaltige Arznei aus der Apotheke.

Dr. Bock