ADB:Fuchs, Hans Christoph

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Artikel „Fuchs, Hans Christoph“ von Jakob Franck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 163–164, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fuchs,_Hans_Christoph&oldid=- (Version vom 26. Oktober 2020, 22:30 Uhr UTC)
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Fuchs: Hans Christoph F., der Aeltere, war Erbherr von Wallenburg und Arnschwang in Franken („Eques francus. P. m.“). – Dies ist alles, was bis jetzt auch trotz der sorgfältigsten und mühevollsten Forschungen über ihn bekannt geworden ist. Er ist Verfasser oder vielmehr Bearbeiter des aus Theofilos Folangos makaronischem Gedicht „Moscaea“ übertragenen „Mückenkrieg“, erste Ausgabe Schmalkalden 1580. 8., eine komische Epopoe, welche nicht unglücklich und oft mit recht ergötzlichen Witzen und populären Sprichwörtern und sprichwörtlichen Redensarten Rollenhagen’s Froschmeuseler nachahmt. Der zuerst auf dem Titel der Straßburger Ausgabe von 1612 genannte Schnurr, geb. am 24. Febr. 1572 zu Lendsidel in Franken und gekrönter Poet, gestorben als Pastor zu Hengstfeld und Amlißhagen in Franken 1644 war, wie er in der Vorrede ausdrücklich sagt, nur der neue Bearbeiter des durch Hans Christoph F. gefertigten Gedichtes und er habe dasselbe von einem Freunde im Manuskript erhalten. Das Gedicht, aus welchem schon Baumann im Reineke Fuchs (Ausg. von Gottsched, S. 65) eine längere Stelle anführt, besteht aus drei Büchern, [164] deren ein jedes in Capitel getheilt ist, und Schnurr hatte hinter jedem Capitel nach dem Gebrauche jener Zeit noch eine moralische Erinnerung angehängt. Außer seinem Mückenkriege ist F. noch Verfasser eines Kunsthauses und Wunderbuches in Prosa, das als Haushaltungsbuch im 17. Jahrhundert vielfach gebraucht wurde, auch übersetzte er Schauspiele. Ueber Schnurr’s weitere Schriften vgl. Goedeke im Grundriß I. S. 402.

Koch, Compendium I. S. 117, II. S. 363. Jördens, Lexikon VI. S. 120 ff. Genthe, Deutsche Dichtungen II. S. 587. Kurz, Geschichte der deutschen Litteratur, S. 130.